Die Frauen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg um Franziska Hische haben einen großen Kader zur Verfügung, der momentan nur nicht zum Einsatz kommen kann.

Die Frauen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg müssen sich nach dem Aufstieg in Geduld üben. Wenn die Saison irgendwann beginnt, steht Trainer Rolf Tants ein breiter Kader zur Verfügung.

Nach dem Abstieg aus der Handball-Landesliga Weser-Ems im Jahr 2019 haben die Frauen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg lediglich eine Saison in der Landesklasse benötigt, um sofort wieder aufzusteigen. Zum Zeitpunkt des Abbruchs der vergangenen Saison aufgrund der Corona-Pandemie belegte das Team von Trainer Rolf Tants hinter der Reserve der HSG Hude/Falkenburg ungefährdet Rang zwei. Damit war der Aufstieg in die Landesliga gesichert.

Die Hoffnung lautete ursprünglich, im September in die neue Saison starten zu können. Rolf Tants und Co-Trainerin Sarah Temporale wollten die Herausforderung in der Landesliga mit einem großen Kader angehen. Nun hatte die Saison für die HSG aber noch nicht einmal begonnen, ehe der Spielbetrieb im Handball vorerst bis zum Ende des Jahres komplett eingestellt wurde. „Es ist halt eine schwierige Zeit, die sich leider zieht“, sagte Rolf Tants bereits kurz vor dem geplanten ersten Heimspiel gegen den TSV Bremervörde, das am 31. Oktober hätte stattfinden sollen. Geduld sei gefragt, bemerkte der HSG-Coach damals. Mittlerweile ist von allen noch mehr Durchhaltevermögen gefordert.

Wenn der Spielbetrieb für die Bookholzbergerinnen irgendwann losgeht, sind sie in einer neuen Liga aktiv, mit der sich Rolf Tants durchaus anfreunden kann. Dieses Mal spielt sein Team nicht in der Staffel Weser-Ems, die es in der Form in dieser Saison nicht gibt, sondern in der Landesliga Nord. Hier sind mehr Teams aus dem Bremer Bereich dabei. „Es sind nicht so viele weite Fahrten und man bekommt einmal andere Gesichter zu sehen. Wir streben den Klassenerhalt an und sehen die Liga als doch recht ausgeglichen an“, erklärt der Trainer.

Der Kader ist in dieser Saison bewusst breit aufgestellt. Insgesamt 19 Spielerinnen stehen Tants und Temporale zur Verfügung. Das Team kann auf viel Erfahrung bauen, denn das Korsett der Mannschaft spielt seit vielen Jahren fest zusammen und hat dabei schon manche Schlachten geschlagen. Mit Wiebke Möller hat die HSG weiter eine Torschützin par excellence in ihren Reihen. In der vergangenen Saison belegte sie mit 112 Treffern Platz zwei in der Torjägerinnenliste.

Als Neuzugang begrüßte Rolf Tants mit Lena Dreyer eine weitere Torfrau. Sie ist aus dem Raum Hannover in die Landkreis-Gemeinde gezogen und wird sich mit Ann-Cathrin Müller den Platz zwischen den Pfosten teilen. Aus der A-Jugend der SG Findorff hat sich zudem Lena Kowalzik den HSG-Frauen angeschlossen. Zum erweiterten Kader gehören Katharina Dunkel sowie Neele Wintermann, die aus der eigenen A-Jugend kommen und zunächst Spielpraxis in der zweiten Mannschaft sammeln sollen.

Der Kader: Ann-Cathrin Müller, Lena Dreyer; Wiebke Möller, Nane Steinmann, Katrin Hoppe, Katja Hammler, Joana Oekermann, Annika Bodzian, Sonja Gode, Laura Timmermann, Jana Meenen, Lorena Krause, Franziska Hische, Frauke Hische, Farina Sanders, Saskia Dirks, Lena Kowalzik, Katharina Dunkel, Neele Wintermann.

Auch Männer müssen warten
Die Männer der Spielgemeinschaft stecken ebenso in der Warteschleife. Ihre erste Partie stand ursprünglich für diesen Sonnabend auf dem Programm, Gegner wäre TuRa Marienhafe gewesen. Doch Stefan Buß hatte schon Mitte Oktober eine Vorahnung. „Ich vermute, dass die Saison später losgeht“, sagte der HSG-Coach – und sollte damit recht behalten. Auch wenn aus später jetzt sehr viel später wird.

Wenn der Spielbetrieb beginnt, haben sich die Bookholzberger einiges vorgenommen. „Natürlich wollen wir oben angreifen. Wir haben eine gute Mannschaft“, ist Buß überzeugt. Gleichzeitig weiß er, dass auch einige andere ambitionierte Teams in der Landesliga Nord-West mitmischen. Vor allem den TV Schiffdorf und den Gemeinde-Rivalen TS Hoykenkamp, der aus der Landesklasse aufgestiegen ist, hat Buß auf der Rechnung. „Mit den beiden wollen wir uns messen. Bei den Spielen kommt es auf die Tagesform an“, blickt er voraus. Er sieht seine Mannschaft mit Schiffdorf und Hoykenkamp auf Augenhöhe. Auf die Derbys gegen die Turnerschaft, die sich bekanntlich namhaft verstärkt hat, freuen sich die Bookholzberger besonders – und hoffen, dass zumindest im Rückspiel wieder Zuschauer in die Halle dürfen.

Verzichten muss Buß in dieser Saison auf die Abgänge Julian Stolz und Marcel Biedermann, die nun für die 2. Herren aktiv sind, sowie Marcel Tytus, der seine Laufbahn beendet hat. Neu im Team sind Andre Ahlers, der vom TSV Ganderkesee gewechselt ist, Paul Lapsien (zuvor 4. Herren) sowie Maurice Broeck und Phillip Janßen (zuvor 2. Herren). Der Coach freut sich über den Konkurrenzkampf: „Jeder weiß, dass er in jedem Spiel 100 Prozent geben muss.“ Bis seine Schützlinge dazu die Gelegenheit haben, wird es aber noch einige Zeit dauern.

Der Kader: Arne Klostermann, Jan-Bernd Döhle, Jan Kinner; Torsten Jüchter, Jona Schultz, Carsten Jüchter, Marvin Auffarth, Norman Lachs, Sören Döhle, Jan-Niklas Ordemann, Sönke Dierks, Tobias Sprenger, Bennet Krix, Sebastian Latz, Yannic Lau, Andre Ahlers, Paul Lapsien, Maurice Broeck, Phillip Janßen.

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