Die Handballerinnen der HSG Delmenhorst haben die Saison nach schwachem Start auf Platz vier beendet. Auch die Aufholjagd der Herren der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg wurde, auf Platz zwei liegend, gestoppt.

Delmenhorst/Landkreis Oldenburg. Es ist ungewöhnlich und hoffentlich einmalig, bereits im April ein Abschlussresümee der Handballsaison zu geben. Aber durch das abrupte Ende in Folge der Corona-Pandemie ruhen die Handbälle auch in den Landesligen der Damen und Herren. Die drei betreffenden Mannschaften – die Damen der HSG Delmenhorst, die Herren der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg und das Oberligareserveteam der HSG Delmenhorst – sind bis zum Knockout der Saison überwiegend zufrieden mit den Leistungen. Zeit für einen Rückblick.

Einig waren sich die drei verantwortlichen Trainer Ingo Renken (Damen HSG Delmenhorst), Stefan Buß (HSG Grüppenbühren/Bookholzberg) und Adrian Hoppe (HSG Delmenhorst II) darin, dass es richtig war, unter den gegebenen Umständen die Saison zu beenden, da das Wohl und die Gesundheit aller im Vordergrund stehen muss. Es habe keine Alternativen gegebem, in irgendeiner Form den Spielbetrieb fortzuführen. Auch über die Quotenregelung der Aufstiegsregelung – es gibt keine Absteiger – war man sich einig: Die fairste Lösung wurde gefunden. Wie und wann es sportlich weitergeht, ist unklar. Die Amateurhandballwelt hofft, dass die neue Saison im September starten kann.

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg (Herren): Stefan Buß ersetzte zu Saisonbeginn den zum Verbandsligisten TV Neerstedt gewechselten Andreas Müller auf der Trainerbank des Landesligisten. Aber nicht nur der Coach war neu, sondern auch das Ligafeld. Die Spielgemeinschaft aus Grüppenbühren/Bookholzberg wurde nämlich zu Saisonbeginn von der Landesliga Weser-Ems in die Landesliga Bremen beordert. Also alles einmal auf Anfang für die Buß-Schützlinge.

Der neue Coach schöpfte für die Aufgabe in puncto Kaderzusammensetzung aus dem Vollen. Vor allem viele junge hoffnungsvolle Talente aus der Bundesliga-A-Jugend wollten nun auch im Herrenbereich durchstarten. „Die neu formierte Mannschaft hat etwas gebraucht, bis sie sich eingespielt und auf die neue Liga eingestellt hatte“, berichtet Buß. In den dann 19 ausgetragenen Pflichtspielen zeigte die Mannschaft aber, dass sie für die Liga eine Bereicherung ist. Das Ende kam zu früh für sie: Das Team hatte sich mit 31:7-Punkten auf Platz zwei vorgekämpft und hatte zum direkten Aufstiegsplatz, den der TV Oyten mit 31:5-Punkten belegte, Blickkontakt. Stefan Buß blickt positiv gestimmt auf die Spielzeit zurück: „Die Maßnahme, die auf Grund der Krise getroffen wurde, war die richtige. Oyten steht verdient da oben, doch hätten wir den Tabellenführer gern noch etwas geärgert“, sagt der Handball-Lehrer. Gegen Oyten verlor die HSG zwar das Heimspiel deutlich mit 20:29, im Rückspiel kurz vor dem Saisonabbruch setzte sie sich in Oyten allerdings mit 25:24 durch, und auch beim TV Schiffdorf, dem Dritten der Liga, gewann die HSG mit 37:33. Die Nummer eins war die Landkreis-HSG in den Derbys. Gegen die HSG aus Delmenhorst gewannen die Buß-Schützlinge mit 34:31 und 28:24.

Nach 19 Spielen stellte die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg auch den Torschützenkönig der Landesliga. Mit 143 Toren – darunter 71 Siebenmeter – führte Bennet Krix die Liste an. Allerdings gehörte die Mannschaft auch bei den Strafen zu den führenden Teams. Insgesamt 67 Zeitstrafen und vier Rote Karten zeigte die Bilanz.

Zurzeit ruhen die sportlichen Aktivitäten. „Wir machen gar nichts. Die Jungs sollen sich selbst etwas fit halten und laufen. Es ist eine schwierige Situation. Wenn die Kontaktsperre aufgehoben wird, dann fangen wir an. Geplant ist, vor der Saison ein Trainingslager in Dänemark zu absolvieren. Mal schauen, ob es klappt. Wie der Kader in der kommenden Saison letztendlich aussehen wird, muss man ebenfalls abwarten. Zurzeit ist es schwierig, zu planen“ meint Buß.

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