Christoph Müller-Hill (links) von der TSH attackiert den vierfachen Torschützen Philip Janßen.

HSG-Torhüter Jan-Dirk Alfs erwischte einen bärenstarken Tag und parierte etliche Würfe. Vorne war es Nils Hammler, der mit neun Toren viel Aufmerksamkeit erregte.

BOOKHOLZBERG Handball ist ein Mannschaftssport. Keine Frage. Man gewinnt zusammen. Und man verliert zusammen. Manchmal aber kommt es vor, dass eine einzelne Person einer sportlichen Auseinandersetzung seine ganz persönliche Note verleiht. Beim Handball-Derby der Landesklasse Nord zwischen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg II und der TS Hoykenkamp trat dieser Fall ein. Jan-Dirk Alfs, Torhüter der HSG, vernagelte seinen Kasten am Samstagabend förmlich und hatte somit einen ganz entscheidenden Anteil am 28:24 (13:14)-Erfolg seiner Farben.

Hoykenkamp jetzt Dritter
TSH-Trainer Lutz Matthiesen erkannte diese Leistung hinterher neidlos an. „Wir haben heute längst nicht alles richtig gemacht, aber was Alfs alles gehalten hat, war schon beeindruckend“, zog Matthiesen seinen Hut vor dem HSG-Schlussmann. Die TSH rutschte durch diese Niederlage vorerst auf den dritten Platz ab. Überflügelt wurde das Team von der HSG Neuenburg und der Reserve des Elsflether TB.

Hinter diesem Führungstrio folgt die Bookholzberger Reserve auf Rang vier. Nur ein Pünktchen trennen diese vier Mannschaften jeweils voneinander. Die Truppe von Trainer Sebastian Weete dürfte also auch noch ein Wörtchen in der Meistervergabe mitreden.

Erwartet rassiges Derby
Beide Teams mussten einige Ausfälle verkraften. Bei der HSG fehlte zum Beispiel Torsten Jüchter, bei der TS waren Hergen Schwarting und Sebastian Rabe nicht mit am Start. Es entwickelte sich direkt das erwartet rassige Derby. Nach einer frühen 3:0-Führung der Gastgeber schlug das Matthiesen-Team zurück und ging mit 9:5 (15.) in Führung. Bookholzberg stand jetzt massiv unter Druck. HSG-Spielertrainer Sebastian Weete richtete seine Truppe in einer Auszeit neu aus – mit Erfolg. Von Nils Hammler angeführt, der mit neun Treffern am Ende bester Schütze war, verkürzte die HSG schon zur Pause auf 13:14.

In der zweiten Halbzeit lief bei der TSH nur noch wenig zusammen, während die HSG nach und nach das Kommando übernahm. Weete hatte die effektiveren Alternativen auf der Bank zur Verfügung. „Leider konnten wir nicht mehr zulegen“, sagte Lutz Matthiesen später. Der Sieg der HSG gehe daher aber auch völlig in Ordnung.

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