1.Herren – HSG zeigt schwächstes Spiel

Erst in der letzten Spielminute fiel die Entscheidung. Stuhr hatte sogar noch einmal die Chance auf den Ausgleich.

BOOKHOLZBERG Zu einem schwer erkämpften und sehr glücklichen 20:19 (10:10)-Erfolg bei der abstiegsbedrohten HSG Stuhr kam die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg. Damit bleibt der Handball-Landesligist weiter in Lauerstellung zur Tabellenspitze. Mit Ruhm bekleckerte sich das Team von Coach Stefan Buß dabei aber wahrlich nicht, denn es war eines der schwächsten Spiele der Landkreisler. „Ich wusste, dass es ein sehr schwieriges Spiel für uns werden würde, doch am Ende fragt keiner mehr, wie der Sieg zustande kam. Hier zählen nur die beiden Punkte,“ zog Buß nach Spielende ein nüchternes Fazit.

Es war von Beginn an kein ansehnliches Spiel, denn die Hausherren spielten ihre Angriffe häufig viel zu lange aus. Dass Stuhr dann trotzdem noch zu einigen Treffern kam, war der HSG-Deckung geschuldet, die besonders im ersten Abschnitt den Stuhrer Rückraum um Goalgetter Jan Burgdorf einige Male aus den Augen verlor. Bis zum 5:4 Mitte der ersten Hälfte lagen die Gastgeber knapp vorne, dann drehte Torsten Jüchter die Partie mit einem Doppelpack. Doch waren es im weiteren Verlauf der Partie erneut einfache Fehler der Gäste, die von den Hausherren zu Treffern genutzt wurden – und so kam man mit dem Pausenpfiff erneut zum Ausgleich.

Bis Mitte der zweite Hälfte setzte sich dann Stuhr auf 15:12 ab, doch waren die Landkreisler sofort wieder am Zug, und erneut waren es zwei Treffer von Torsten Jüchter, die das Buß-Team wieder heranbrachten. So gab es im weiteren Verlauf einen offenen Schlagabtausch mit wechselnden Führungen. Vier Minuten vor dem Ende ging Stuhr erneut knapp mit 19:18 in Führung. Bennet Krix verwandelte anschließend einen Strafwurf zum Ausgleich für die Landkreisler, die dann noch einmal aufs Tempo drückten. In der Abwehr erkämpften sie sich den Ball, und wieder war es Torsten Jüchter, der in der letzten Minute den viel umjubelten Siegtreffer erzielte. In den verbleibenden 43 Sekunden versuchten die Hausherren mit aller Macht doch noch zum Ausgleich zu kommen, doch HSG-Keeper Jan-Bernd Döhle parierte den letzten scharfen Wurf bravourös.

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