HSG Grüppenbühren/Bookholzberg, Annika Bodzian

BOOKHOLZBERG Eine Überraschung erlebten die Landesklasse-Handballerinnen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg im HVN-Pokalspiel gegen den TV Dinklage. Weil die Gäste nicht mit dem Oberliga-Team, sondern nur mit einem kleinen Kader anreisten, verlief das Spiel anders als HSG-Coach Rolf Tants es erwartet hatte. Entsprechend groß war die Freude nach dem 30:15 (15:9)-Heimsieg.

Zu Beginn der Begegnung war bei der HSG noch etwas Sand im Getriebe, und so blieben die Gäste bis zum 7:6 (14. Minute) immer auf Tuchfühlung. Die 5:1-Abwehr bekam nicht den richtigen Zugriff auf die gegnerischen Angreiferinnen. Erst als Tants die Deckung Mitte der ersten Hälfte auf eine 6:0-Variante umstellte, lief es deutlich besser, so dass der Abstand bis zur Pause bereits auf sechs Tore vergrößert werden konnte.

Nachdem der Trainer die Schwächen der ersten Hälfte in der Kabine angesprochen hatte, lief es zu Beginn der zweiten Halbzeit wesentlich besser. Die Abwehr hatte den gegnerischen Angriff nun gut im Griff, das Umschalten in die Offensive funktionierte sehr gut, und mit druckvollem Kombinationsspiel wurden sehenswerte Treffer erzielt. Als die Gäste zehn Minuten vor dem Ende ihre Auszeit nahmen, hatte die Deckung der Tants-Sieben bis dahin nur fünf weitere Treffer kassiert und war nach dem 24:14 durch Fenja Blankemeyer bereits auf der Siegerstraße. In der Schlussphase ließen zudem die Kräfte des kleinen Dinklager Kaders nach.

Trotz des klaren Erfolges war Tants nicht ganz zufrieden: „In der ersten Hälfte haben wir uns noch zu viele Fehler erlaubt, so dass die Gäste sich nicht abschütteln ließen. Gut war aber, dass ich allen Spielerinnen ihre Spielzeiten geben konnte und auch die A-Jugendlichen ihre Einsatzzeiten sehr gut genutzt haben.“