1.Herren – HSG überraschend versetzt

11. Juni 2019

Bookholzberg. Warum die Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg künftig in einer anderen Liga spielen – und darüber alles andere als traurig sind.

Die Handball-Verbände in Niedersachsen und Bremen sind immer mal wieder für Überraschungen gut. Bei der Einteilung der Spielklassen für die kommende Saison 2019/20 durfte man deshalb einiges erwarten: Erstmals wurden von der Landesliga aufwärts die politischen Grenzen aufgehoben, um Fahrten zu reduzieren und eine gerechtere Abstiegsregelung zu finden – und man zeigte sich bei der Premiere gleich kreativ.

Von Weser-Ems nach Bremen
Einige Teams aus Niedersachsen landeten in Bremer Spielklassen und zwar recht unerwartet – die Verbände hatten die Vereine vorher nicht darüber informiert. Auch Männer-Landesligist HSG Grüppenbühren/Bookholzberg wurde mit der Versetzung aus der Weser-Ems- in die Bremer Staffel vor vollendete Tatsachen gestellt, wollte sich aber gar nicht beschweren – denn künftig wird man dadurch viel weniger Zeit auf der Straße verbringen. „Fahrtechnisch ist es sehr gut für uns, denn wir haben nur noch zwei oder drei weitere Reisen und sparen so an Kosten. Zudem können wir uns nun gegen Mannschaften beweisen, mit denen wir bisher noch nichts zu tun hatten und werden so wohl neue Impulse bekommen“, sagte Co-Trainer Werner Dörgeloh.

900 Kilometer weniger
Die neue Einteilung durch die Verbände hat zumindest auf dem Papier erst einmal das gebracht, was man sich erhofft hatte. Grüppenbühren/Bookholzberg reist in der kommenden Saison nur noch insgesamt rund 1550 Kilometer zu Auswärtsspielen und zurück – fast 900 weniger als in der Vorsaison. Statt sieben Anfahrten von über 100 Kilometern bleiben nur noch zwei. In der Landesliga Bremen wartet nun unter anderem ein Duell mit dem Nachbarn HSG Delmenhorst II und der dritten Mannschaft des VfL Fredenbeck, die mit einigen ehemaligen Zweitliga-Profis besetzt ist. Auch die Begegnung mit der HSG Stuhr um Grüppenbührens ehemaligen Trainer Sven Engelmann werde „sehr reizvoll“, glaubt Dörgeloh.

Überraschungsgäste für Delmenhorster Frauen
Für Männer-Oberligist HSG Delmenhorst gibt es in der Nordseeliga keinen Überraschungsgast, für die HSG Hude/Falkenburg bei den Frauen aber schon. Jahn Hollenstedt und der MTV Tostedt kommen als Gegner aus der Oberliga Niedersachsen dazu. Die Frauen der HSG Delmenhorst bekommen mit den bisherigen Weser-Ems-Teams Elsflether TB und SG Obenstrohe/Dangastermoor ebenfalls neue Gesichter zu sehen.

Auch in der Verbandsliga Nordsee tauchte ein neuer Name auf, denn der MTV Aurich, Meister und Aufsteiger der Landesliga Weser-Ems, wechselte komplett zum OHV Aurich und wird nun in der neuen Liga unter OHV Aurich II geführt.

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