1.Herren – Grüppenbühren/Bookholzberg klettert

3. Januar 2019

Die HSG Grüppenbühren und die TS Hoykenkamp marschieren seit Jahren Seite an Seite durch die Ligen der Region. Spielten sie zunächst beide in der Handball-Landesliga, stiegen sie vor rund eineinhalb Jahren beide in die Verbandsliga auf und aus dieser nach einer Spielzeit wieder ab. Nun duellieren sie sich wieder in der Landesliga. Ab der kommenden Saison könnten sich die Wege trennen: Grund dafür ist, dass die Turnerschaft auf dem vorletzten Tabellenplatz steht, während die Landkreis-HSG im Mittelfeld rangiert.

Mit einem Derbysieg in der letzten Partie vor der Winterpause glichen die Bookholzberger ihre Hinrundenbilanz aus: Fünf Siegen stehen nun bei zwei Unentschieden fünf Niederlagen gegenüber. Alle Abstiegssorgen sind damit nicht vertrieben. Je nach Auf- und Abstiegen in den oberen Ligen steigt auch der Drittletzte ab. Auf diesen haben die Bookholzberger drei Punkte Vorsprung. Allerdings stehen noch drei weitere Teams zwischen der HSG und Tura Marienhafe. In Bookholzberg sieht die Welt aufgrund der vergangenen Wochen recht gut aus. Viermal siegte die Sieben von Trainer Andreas Müller am Stück, davor holte sie ein Unentschieden, ist damit seit Ende Oktober unbesiegt. So gut der Schlussspurt vor der Winterpause war, so schlecht lief der Start. Aus den ersten acht Spielen holte die Landkreis-HSG nur vier Zähler. „Ich freue mich aber über die Entwicklung meiner jungen Spieler und bin stolz, ein Teil der Mannschaft zu sein“, bilanzierte HSG-Trainer Andreas Müller nach dem Derbysieg.

Die TS Hoykenkamp wäre gerne im Mittelfeld. Doch nur zwei Siege und ein Unentschieden aus 13 Begegnungen reichen dafür nicht. Aus den zurückliegenden acht Partien holte die Sieben von Trainer Lutz Matthiesen, der die Turnerschaft zu Saisonbeginn übernahm, nur einen Punkt. Es wird also immer düsterer im Keller – mit der Derbyniederlage gegen die HSG als krönenden Jahresabschluss. Es war bereits die sechste Pleite in Folge gegen den Nachbarn. Aus dieser Begegnung schöpft Matthiesen jedoch Hoffnung: „Die Leistung war nicht schlecht. Die Abwehr stand recht ordentlich. Nun müssen wir sehen, was 2019 geht. Mit der gezeigten Leistung in Bookholzberg sind die Hoffnungen, im Abstiegskampf bestehen zu können, durchaus berechtigt“, meinte er.

Die Bookholzberger pausieren nur kurz über Weihnachten, schon am 5. Januar wollen sie ihre Siegesserie ausbauen. Gegen die HSG Osnabrück schließt die Müller-Sieben ihre Hinrunde rechnerisch ab. Mit einem Auswärtssieg würde sie bis auf Platz sechs springen können, bevor die Rückrunde am 27. Januar startet. Dann greift auch die Turnerschaft ein. Beim Wilhelmshavener SSV soll die Aufholjagd zum Klassenerhalt beginnen.

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