1. Herren – Der letzte Biss fehlt: HSG Grüppenbühren/Bookholzberg verliert 26:37

DER LETZTE BISS FEHLT

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg verliert 26:37

Bester Torschütze der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg: Kevin Pintscher (rechts) warf neun Tore. Foto: Rolf Tobis

Wilhelmshaven. Sie hatten sich nicht viel ausgerechnet, am Ende setzte es die erwartete Niederlage: Die Landesliga-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg haben ihr Auswärtsspiel beim neuen Tabellenführer Wilhelmshavener HV II mit 26:37 (11:20) verloren und schweben damit weiter in großer Abstiegsgefahr.

Nach der Abfuhr wollte Trainer Sven Engelmann nicht gleich zur Tagesordnung übergehen und kritisierte den fehlenden letzten Biss und die teilweise mangelnde Einstellung seines Teams. „ Wilhelmshaven verfügt über eine starke Mannschaft, doch wir haben es ihnen in diesem Spiel zu einfach gemacht.“ Vor allem in der Schlussphase ließ die Engelmann-Sieben ihre Köpfe hängen; schnelle Wilhelmshavener Tore sorgten schließlich für die deutliche Pleite.

Bereits im ersten Abschnitt klappte bei der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg wenig. Die Gäste fanden kaum Bindung zum Spiel, leisteten sich viele einfache Ballverluste im Spielaufbau und waren im Abschluss nicht konsequent. Bis zum 4:5 (9.) blieb die HSG auf Tuchfühlung. Doch dann kam Wilhelmshavens Angriff richtig ins Rollen und warf über 15:7 (23.) eine 20:11-Pausenführung heraus – auch, da das Rückzugsverhalten der Landkreisler nach Ballverlusten einige Wünsche offen ließ. „Wir haben die torgefährliche Achse zwischen dem Rückraumschützen Christoph Groß und Kreisläufer Thorben Hackstein einfach nicht richtig in den Griff bekommen“, meinte Engelmann. Groß warf alleine im ersten Durchgang sieben Tore.

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg bäumt sich nach der Pause kurz auf

Zu Beginn der zweiten Hälfte stellte HSG-Coach Engelmann seine Abwehr um. Er ließ Groß kurz decken, was der HSG-Defensive zwar mehr Stabilität verlieh. Doch dafür hatte Kreisläufer Thorben Hackstein nun mehr Platz, nutzte diesen immer wieder geschickt zu Treffern und konnte häufig nur durch siebenmeterreife Fouls gebremst werden.

Nachdem sich Wilhelmshaven kurz nach der Pause schon auf 22:12 abgesetzt hatte, zeigten die Landkreisler Moral und kamen jetzt etwas besser ins Spiel. Einmal mehr war es Kevin Pintscher (insgesamt neun Tore), der sich sowohl im Eins-gegen-Eins als auch aus dem Rückraum wiederholt durchsetzte. Mit fünf Toren in Folge blies die HSG zur Aufholjagd und kämpfte sich so bis Mitte der zweiten Halbzeit auf 17:24 heran. Doch es war nur ein kurzes Strohfeuer, denn der Tabellenführer legte sofort drei weitere Treffer nach und sorgte so für klare Verhältnisse.

ZUR SACHE

Wilhelmshaven II – Grüppenbühren 37:26

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg: Döhle, Klostermann; Biedermann 1, Buß 6/4, Depperschmidt, Dörgeloh 3, Donner, Janorschke 2, Kettmann 3, Lau, Pintscher 9, Sprenger und Julian Stolz.

Spielfilm: 5:1 (6.), 5:4 (9.), 7:6 (14.), 10:7 (18.), 16:8 (24.), 20:11 (30.) – 24:17 (44.), 30:19 (51.), 32:24 (56.).

Zeitstrafen: WHV II keine, HSG 1.

Siebenmeter: WHV II 6/5, HSG 4/4.

Ein Artikel von Heinz Quahs

Quelle: Der letzte Biss fehlt: HSG Grüppenbühren/Bookholzberg verliert 26:37