Handball-Landesliga: Grüppenbühren/Bookholzberg bezwingt Jever nach starker Leistung deutlich mit 36:28

Der erste Sieg ist geglückt

Heino Horstmann 26.10.2015

Im fünften Saisonspiel hat es geklappt: Die Landesliga-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg haben den ersten Sieg eingefahren. Am Sonnabend gelang ihnen ein spektakulärer und in der Höhe nicht zu erwartender 36:28 (21:13)-Erfolg über die HG Jever/Schortens. Dennoch bleiben die Grüppenbührener vorerst am Tabellenende.

Lasse Wiosna (links) kam gegen die HG Jever/Schortens immer wieder in gute Wurfpositionen und schloss zumeist erfolgreich ab. Insgesamt sieben Tore steuerte er zum 36:28-Erfolg der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg bei. (Ingo Moellers)

Die Jeveraner hatten in dieser Spielzeit unter anderem schon die TS Hoykenkamp besiegt, konnten in der Halle am Ammerweg aber zu keinem Zeitpunkt mithalten. Entsprechend enttäuscht waren die beiden Tainer Reiner Schumacher und Axel Wolf, die vor der Partie voll auf Sieg gesetzt hatten. „Unser Gegner hat uns förmlich den Schneid abgekauft“, räumte Schumacher ein. Grüppenbührens Coach Sven Engelmann strahlte dagegen und fragte: „Was kann einem Trainer besseres widerfahren, als dass gegen seine Schützlinge bereits in den ersten zwei Spielminuten Gelbe Karten verhängt werden? Damit war klar, dass meine Mannschaft entsprechend engagiert zu Werke geht.“

Tatsächlich sahen die rund 100 Zuschauer von der ersten Minute an ein Heimteam, das in kämpferischer, aber auch in spielerischer Hinsicht überzeugte. Aus einer sehr beweglichen und überaus aggressiven Abwehr heraus trugen die Grüppenbührener ihre Angriffe schnell und präzise vor. Im Abschluss waren sie zudem eiskalt, und Torwart Arne Klostermann hielt lange Zeit überragend.

Dörgeloh als ruhender Pol

Durch schnelles Kreuzen wurden immer wieder Lasse Wiosna und Julian Stolz in Wurfpositionen gebracht. Beide trafen fast, wie sie wollten. Der ruhende Pol bei Grüppenbühren war aber Werner Dörgeloh. Der Routinier zog nicht nur geschickt die Fäden, sondern warf außerdem insgesamt neun Treffer. Dörgeloh war es auch, der beim ersten Angriff das 1:0 für die Hausherren erzielte. Im direkten Gegenzug glich Jever zwar aus, doch viel mehr kam nicht mehr von den Gästen. Die stürmischen, aber wenig durchdachten Angriffe blockte die Grüppenbührener Deckung zumeist souverän ab.In der zehnten Minute lagen die Gastgeber mit vier Toren in Front und verteidigten diesen Vorsprung trotz einer Flut von Zeitstrafen. In der 22. Minute stand es 15:11. Dann scheiterten die Gäste wiederholt im Abschluss und verwarfen sogar einen Siebenmeter, während die Engelmann-Schützlinge mit sechs Toren in Folge auf 21:11 davonzogen.

Zur Pause hieß es 21:13.

Der Eindruck täuschte allerdings: Beruhigend war die Grüppenbührener Führung noch nicht. Nach dem Seitenwechsel verloren die Hausherren nämlich zunehmend an Souveränität, und die Jeveraner traten verbessert auf. Plötzlich war die eklatante Wurfschwäche wieder da, die die Grüppenbührener in den Spielen zuvor schon in Not gebracht hatte. Die Gäste fuhren nun erfolgreiche Gegenstöße und verkürzten Mitte der zweiten Halbzeit auf 25:28. In dieser prekären Situation rückte Jan-Bernd Döhle zwischen die Pfosten und ersetzte den nun etwas unglücklich agierenden Klostermann. Dieser Wechsel war goldrichtig, denn Döhle verlieh der Abwehr fortan mit tollen Paraden wieder mehr Sicherheit. Zwei von Dörgeloh sicher verwandelte Siebenmeter brachten die Hausherren dann endgültig wieder in die Erfolgsspur. Die Jeveraner resignierten jetzt, sodass Grüppenbühren in der Schlussphase sogar einen Kantersieg herauswerfen konnte.

Nach dem ersten Saisonerfolg dürfte das Team für das Derby gegen den TV Neerstedt II in zwei Wochen gerüstet sein. Coach Engelmann sieht sogar noch viel Steigerungspotenzial bei seiner Mannschaft und sagte: „Wir sind aktuell gerade einmal bei 50 Prozent.“

Quelle: Der erste Sieg ist geglückt – Lokalsport Delmenhorster Kurier – WESER-KURIER