1. Herren – Engelmann kritisiert Einstellung: Grüppenbühren/Bookholzberg verliert deutlich 25:38

ENGELMANN KRITISIERT EINSTELLUNG

Grüppenbühren/Bookholzberg verliert deutlich 25:38

Zumindest er zeigte Biss: Oldie Werner Dörgeloh (am Ball) warf zehn Tore für die HSG.ArchivFoto: Rolf Tobis

Osnabrück. Die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg kommt in der Handball-Landesliga einfach nicht in Schwung. Auch beim bisher ebenfalls sieglosen Kontrahenten HSG Osnabrück gab es für die Landkreis-HSG nichts zu holen. Im Gegenteil: Sie kam beim Verbandsliga-Absteiger mit 25:38 (12:20) richtig unter die Räder.

„Man kann ja verlieren, aber man sollte wenigstens den richtigen Einsatz zeigen. Aber den haben nicht alle gezeigt“, schüttelte HSG-Trainer Sven Engelmann nach der vierten Niederlage nur den Kopf.

Ohne die verletzten Stefan Buß und Marcel Donner fehlten Coach Sven Engelmann zwar zwei Alternativen auf der Bank, doch waren mit Kristen Krüger und Neuzugang Marcel Janorschke wenigstens personell zwei weitere Akteure dabei.

HSG-Trainer Sven Engelmann sauer

Doch der HSG-Mannschaft fehlte von Beginn an die richtige Einstellung zu diesem Spiel. Die Abwehr packte nicht energisch genug zu und im Angriff ließ man sich schon frühzeitig den Schneid von der bissigen Osnabrücker Deckung abkaufen. Über 3:8 (11.), 5:17 (21.) war die Partie praktisch zur Pause (20:12 für Osnabrück) für Grüppenbühren schon gelaufen.

Werner Dörgeloh (zehn Tore) war einer der wenigen, der sich wehrte. „Es ist schon bezeichnend, wenn gerade die Oldies versuchen, über den kämpferischen Einsatz noch etwas zu reißen“, kritisierte Engelmann die Einstellung einiger Akteure scharf.

Zwar führten die Gäste noch mit 3:2. Doch schnell änderte sich das Bild, denn die Hasestädter erhöhten den Druck auf die gegnerische Deckung und nutzten jede Chance zum Torerfolg. So setzten sich die Hausherren bis Mitte der ersten Hälfte bereits auf 12:5 ab, da den Landkreislern im Spielaufbau etliche Ballverluste und technische Fehler unterliefen, die wiederholt zu einfachen Kontertoren der Osnabrücker genutzt wurden.

Kaum zwingendne Torchancen

In der Folgezeit wurden bei Grüppenbühren/Bookholzberg nicht nur etliche Bälle einfach weggeworfen, auch die Spielkonzeptionen wurden nur noch selten zu Ende durchgespielt. Dadurch ergaben sich kaum noch zwingende Torchancen, so dass die Engelmann-Sieben zur Pause schon recht hoffnungslos mit acht Toren zurück lag.

Die Mannschaft schien sich schon frühzeitig ergeben zu haben, denn im Angriff gab es auch weiterhin einfach zu wenig Druck und auch in der Deckung fehlten neben der richtigen Zuordnung auch die konsequenten Absprachen, so dass die Gastgeber immer wieder zu einfachen und schnellen Toren kamen.

Kämpferischer Einsatz lässt viele Wünsche offen

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte blitzte das Können der Landkreisler nur sporadisch auf, vor allem weil der kämpferische Einsatz viele Wünsche offen ließ. Kontinuierlich bauten die Osnabrücker ihren Vorsprung aus, während sich die Mehrheit der Engelmann-Sieben fast kampflos in die Niederlage ergab. Zehn Minuten vor dem Schlusspfiff war die Partie beim 34:19 zfür Osnabrück bereits deutlich entschieden. Erst nach dem 38:21 wenige Minuten vor dem Ende ließen die Gastgeber die Zügel noch etwas schleifen, so dass die Engelmann-Truppe mit vier Toren in Folge das Ergebnis noch etwas erträglicher gestalten konnte.

ZUR SACHE

Osnabrück – Grüppenbühren 38:25

Grüppenbühren: Döhle, Klostermann; Biedermann 4, Depperschmidt, Dörgeloh 10, Janorschke 3, Kettmann 2, Krüger 3, Lau, Pintscher, Stolz 1, Wiosna 2.

Zeitstrafen: Osnabrück 3, Grpb. 5.Rot: Lau für 3×2 Minuten (56.).

Siebenmeter: Osnabrück 6/3, Grpb. 4/3.

Schiedsrichter: Kleine-Kuhlmann/Schulz (TuS Bramsche).

Spielfilm: 3:3 (8.), 8:3 (11.), 11:4 (16.), 16:10 (26.), 20:12 (30.) – 24:14 (36.), 28:19 (44.), 34:19 (49.), 38:21 (56.).

Quelle: Engelmann kritisiert Einstellung: Grüppenbühren/Bookholzberg verliert deutlich 25:38