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Grüppenbührens B-Jugend tritt in Oberliga-Vorrunde an – kein anderes Nachwuchsteam der Region spielt höher

Das Aushängeschild

Gunnar Schäfer

Kein anderes Jugendteam in der Region spielt so hoch wie sie: Die B-Jugend-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg sind in der neuen Saison zweifellos das Aushängeschild im Nachwuchsbereich. Die Mannschaft von Trainer Stefan Buß startet am Wochenende in die Vorrunde der Oberliga und hat sich akribisch darauf vorbereitet.

Es geht los: Die B-Jugend-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg treten zum Auftakt der Oberliga-Vorrunde am Sonntag beim HC Bremen/Hastedt an. (INGO MOELLERS)

Nach der erfolgreichen Qualifikation bereits im ersten Anlauf arbeitete der neue Trainer, der das Team im Frühjahr von Grit Gerke übernommen hatte, vor allem an der Abwehrarbeit. Im Speziellen stand dabei das Zusammenspiel zwischen den Torhütern und deren Vorderleuten auf dem Programm – mit dem Ziel, nach Ballgewinnen möglichst schnell umschalten zu können und den Gegner damit unter Druck zu setzen. „Die Mannschaft setzt meine Vorgaben sehr gut um. Ich bin wirklich zufrieden“, berichtet der C-Lizenz-Inhaber Buß. Und weiter: „Manchmal muss ich die Jungs sogar eher stoppen anstatt noch weiter zu pushen.“

Für den Coach ist es die erste Station im Jugendbereich, im Vorjahr war er noch für Grüppenbührens Oberliga-Damen verantwortlich. Er sei immer wieder positiv überrascht davon, wie motiviert seine Schützlinge bei den drei Übungseinheiten pro Woche zu Werke gehen.

Am morgigen Sonntag wird es für das Team dann ernst: Ab 15 Uhr steht das erste Saisonspiel beim HC Bremen/Hastedt auf dem Programm. Um sich vorab den nötigen Feinschliff abzuholen, waren die Grüppenbührener am vergangenen Wochenende noch bei einem hochklassig besetzten Turnier in Hamburg zu Gast. Dort besiegte die Mannschaft aus dem kleinen „Dorfverein“ (Buß) den TSV Kronshagen aus der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein und Bayer Dormagen aus der Oberliga Niederrhein jeweils deutlich und setzte damit zwei Ausrufezeichen. Niederlagen setzte es hingegen in den Duellen mit dem Bundesliga-Nachwuchs des HSV Hamburg und des TSV Hannover-Burgdorf, auf den die Buß-Sieben auch in der Oberliga-Vorrunde trifft. Grüppenbührens Trainer sieht die Hannoveraner als Favorit auf den ersten Platz. „Ich erwarte neben Burgdorf auch Anderten und unseren ersten Gegner Bremen ganz weit vorn“, erklärt er.

Grüppenbührens Mannschaft setzt sich überwiegend aus Spielern des jüngeren Jahrgangs 2000 zusammen. Deswegen will Buß auch gar keinen großen Druck aufbauen. „Die Mannschaft soll sich in Ruhe weiterentwickeln“, sagt er. „Im kommenden Jahr wollen wir dann angreifen.“ Aus der Vorrundengruppe der Grüppenbührener qualifizieren sich nur drei von neun Mannschaften, die jeweils einmal gegeneinander spielen, für die Oberliga. Der Rest spielt in der Verbandsliga weiter.Ein Nachteil für die Buß-Sieben könnte es sein, dass sie bei den drei Favoriten des Trainers – Burgdorf, Anderten und Bremen – jeweils auswärts antreten und sich dabei zudem an die in der eigenen Halle nicht erlaubte „Backe“ gewöhnen muss. Gleich am ersten Spieltag in Bremen wird es für die Mannschaft deshalb schwer. Die Bremer haben, genau wie Grüppenbühren, noch eine zweite Mannschaft in der Landesliga. In der Ersten spielen fast nur Spieler des älteren Jahrgangs. Vor zwei Jahren war das Team zudem C-Jugend-Vizemeister in der Oberliga hinter Hildesheim.„Die Bremer sind der klare Favorit, den wir aber etwas ärgern wollen“, gibt sich Buß kämpferisch. Mit acht Feldspielern und zwei Torhütern will der Coach die ersten Aufgaben der Saison angehen. Ab dem dritten Spieltag sollen dann reihum Spieler aus der zweiten B-Jugend aushelfen und den Kader auffüllen.

Quelle: Das Aushängeschild – Lokalsport Delmenhorster Kurier – WESER-KURIER