mJB – Handball: HSG gegen hochklassige Vereine machtlos

HSG gegen hochklassige Vereine machtlos

B-Jugend von Grüppenbühren/Bookholzberg bei eigenem Vorbereitungsturnier auf letztem Platz

Sechs Vereine traten am Sonntag in der Halle am Ammerweg gegeneinander an. Gegen den THW Kiel verlor die Mannschaft von Trainer Stefan Buß nur knapp.

Ellen Kranz

Gaben im Turnier alles: Piet Gerke (am Ball) von der B-Jugend der HSG Grüppenbühren-Bookholzberg im Spiel gegen NSM Nettelstedt. Bild: Günther Richter

BOOKHOLZBERG „Es war ein interessantes Turnier mit vielen hochklassigen Gegnern“, rekapitulierte Stefan Buß, Trainer der B-Jugend-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg, nach dem eigenen Vorbereitungsturnier mit insgesamt sechs Vereinen um den Schüttke-Haus-Bau-Cup. Mit etwa dem TWH Kiel und der JSG NSM Nettelstedt – der Jugend des Bundesligisten TuS N-Lübbecke – hätten Mannschaften mit hohem Niveau teilgenommen.

„Wir konnten viel lernen und haben phasenweise gut mitgehalten“, analysierte der Coach. „Das erste Spiel gegen Nettelstedt haben wir knapp mit zwei Toren Unterschied, verloren, das letzte gegen Kiel erst nach einem unglücklichen Siebenmeter ganz am Ende.“ 12:13 verlor der HSG-Nachwuchs besagtes Spiel. Buß: „Die Jungs hatten am Anfang auf jeden Fall Respekt und waren auch nervös, doch das haben sie von Spiel zu Spiel immer mehr abgelegt.“

Vor allem in der Athletik seien Unterschiede festzustellen gewesen, meint der Trainer: „Die Mannschaften trainieren sechs, sieben Mal pro Woche – das sind schon andere Voraussetzungen.“ Zudem seien die anderen Spieler im Durchschnitt ein Jahr älter gewesen, seine Jungs fast alle Jahrgang 2000. „Das eine Jahr sieht man schon“, sagte er und fügte hinzu: „Das sind sehr gute Spieler.“

Aggressiver in Abwehr

Und so konnten die B-Junioren der HSG nach insgesamt fünf Niederlagen gegen TSV Anderten (12:14), Eintracht Hildesheim (8:17), Nettelstedt (8:12), GIW Meerhandball (8:10) und Kiel das Heimturnier nur auf dem letzten Platz beenden. Der TSV Anderten – Nachwuchs des Drittligisten HSV Hannover – gewann alle fünf Begegnungen und somit auch den Cup.„Das Ergebnis ist zweitrangig“, sagte Buß. „Wir nehmen vieles mit, was man nun trainieren kann und woran sich die Jungs jetzt orientieren können.“ Die Gegner seien vor allem in der Abwehr aggressiver gewesen. „Sie haben richtig zugepackt, und unsere Jungs waren zu harmlos. Das müssen wir jetzt reinkriegen, dass sie auch mal zupacken“, sagte der Coach. Für Montagabend stand zunächst eine Videoanalyse an: „Dann können die Jungs mal sehen, was sie gut oder schlecht gemacht haben.“ Vor allem in der Abwehr sehe er noch viel Arbeit.

Positive Rückmeldung gab es dann noch von den Gastmannschaften: „Die Trainer der gegnerischen Vereine haben sich sehr über das Turnier gefreut und wollen nächstes Jahr wiederkommen“, freute sich Buß, der ein insgesamt positives Fazit zog: „Wir haben viel gesehen, was wir verbessern können, und die Jungs sind heiß zu trainieren und besser zu werden.“Zeit dafür bleibt bis zum Sonnabend, 5. September. Dann beginnt um 17.15 Uhr mit einem Heimspiel der HSG gegen den TV Schiffdorf die Vorrunde der Oberliga männliche Jugend B Nord.

Zweite B-Jugend siegt

Erfreulich war bereits am Sonnabend der Ausgang eines Turniers, zu dem die zweite männliche B-Jugend der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg eingeladen hatte. Nach Siegen gegen HSG Hude/Falkenburg (22:14), HSG Delmenhorst (18:15) und TS Hoykenkamp (15:10) erzielten die zweiten B-Junioren den ersten Platz. „Wir haben sehr gut gespielt und sind souverän zum Turniererfolg gekommen“, erklärte Buß, der beide Teams gemeinsam trainiert.„Wir waren spielerisch stärker und haben teilweise deutliche Siege eingefahren.“ Wegen der derzeit vielen Laufeinheiten im Training seien seine Jungs auch konditionell besser gewesen: „Wir konnten am Ende noch einmal eine Schippe drauf legen.“

Quelle: Handball: HSG gegen hochklassige Vereine machtlos