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„Wir können aus den Spielen nur lernen“

Gunnar Schäfer 13.07.2015

Vom Papier her hatten sicherlich viele damit gerechnet, dass die Bundesliga-Nachwuchsteams des THW Kiel und des TuS Nettelstedt-Lübbecke den Sieg unter sich ausmachen würden. Am Ende aber triumphierte der TSV Anderten beim Schüttke-Haus-Bau-Cup für B-Jugend-Handballer, den die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg gestern in der Halle am Ammerweg ausrichtete.

Gegen große Namen traten die Grüppenbührener um Carsten Jüchter (am Ball, hier im Spiel gegen den THW Kiel) an. (Ingo Moellers)

Dafür, dass die großen Namen nicht ganz vorne landeten, gab es eine Erklärung: Da sowohl in Schleswig-Holstein als auch in Nordrhein-Westfalen schon die Sommerferien begonnen haben, reisten Kiel und die JSG NSM-Nettelstedt ersatzgeschwächt an. Zu allem Überfluss verletzte sich dann auch noch der einzige Nettelstedter Keeper während des Turniers an der Hand, sodass phasenweise ein Feldspieler zwischen die Pfosten musste. Angesichtes der schwächelnden Favoriten wäre die Bahn frei gewesen für den Niedersachsenmeister Eintracht Hildesheim. Die Mannschaft, die neuerdings vom ehemaligen Schwaneweder Nachwuchstrainer Hendrik Hamann betreut wird, musste jedoch viele Abgänge verkraften. Hildesheim verlor gegen Nettelstedt und Anderten, kam aber immerhin auf Platz zwei.Viel Lehrgeld bezahlen musste die gastgebende HSG Grüppenbühren/Bookholzberg, die mit null Punkten den letzten Rang unter den sechs teilnehmenden Teams belegte. „Wir hatten uns im Konzert der Großen mehr ausgerechnet, aber phasenweise haben wir zu schlecht gespielt“, erklärte Detlef Krix, der 2. Vorsitzende der HSG. Im letzten Spiel gegen den THW Kiel hätte die Mannschaft von Trainer Stefan Buß zumindest ein Unentschieden verdient gehabt, unterlag aber unglücklich mit 12:13. Vor voll besetzten Rängen führte Kiel in der 20 Minuten dauernden Partie schnell mit 2:0 (3.), doch Piet Gerke und Tilman Dehmel glichen zum 2:2 für Grüppenbühren aus (4.). Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Nach der erstmaligen Führung durch Carsten Jüchters Tor zum 4:3 (6.) lagen die Gastgeber für längere Zeit vorne. Als Henk Braun das 10:8 markierte, sahen die Grüppenbührener sogar schon wie der sichere Sieger aus. Dann ließen bei ihnen jedoch die Kräfte nach, und Kiel kam zum 12:12-Ausgleich (20.). 20 Sekunden waren noch zu spielen, Buß nahm eine Auszeit, doch seine Spieler versuchten, zu schnell die Entscheidung herbeizuführen. Die Kieler eroberten noch einmal den Ball, erhielten einen Siebenmeter und warfen den 13:12-Endstand.Neben dieser knappen Niederlage verlor Grüpppenbüren auch gegen Anderten (12:14), Hildesheim (8:17), Nettelstedt (8:12) und GIW Meerhandball (8:10). Trotzdem war Buß nicht unzufrieden mit dem Auftritt seiner Sieben. Der Coach betonte: „Wir können aus den Spielen nur lernen. Unser Ziel ist es, unter die ersten Drei zu kommen und in der Oberliga zu spielen.“Bereits am Sonnabend hatte die zweite Mannschaft der Grüppenbührener ein Turnier ausgerichtet. Mit drei Siegen setzten sich die Gastgeber dabei vor der HSG Hude/Falkenburg, der TS Hoykenkamp und der HSG Delmenhorst durch, die alle punktgleich waren.

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