Handball: Oberliga trotz großen Einsatzes eine Nummer zu groß

Oberliga trotz großen Einsatzes eine Nummer zu groß

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg kann sich nach Aufstieg nicht durchsetzen – Viele Ausfälle

Sigrid Quahs

Konnten sich in der Oberliga nicht durchsetzen: die HSG-Handballerinnen um Katrin Hoppe (am Ball). Bild: Olaf Blume

BOOKHOLZBERG Groß war der Jubel, als die Handballerinnen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg vor einem Jahr als Tabellendritter der Landesliga noch in den Genuss des Aufstiegs in die Oberliga kamen. Verhältnismäßig klein war nun die Enttäuschung, dass es nach nur einer Saison direkt wieder eine Etage runter ging.

„Die Mädels sollten im Training und auch in den Punktspielen Spaß haben und gerade gegen die Spitzenmannschaften lernen. Das haben sie im Verlauf der Saison auch sehr gut umgesetzt, denn gerade im Training hat man ganz deutlich gesehen, dass es trotz etlicher Niederlagen immer Spaß gemacht hat“, resümierte Trainer Stefan Buß. Besonders in den ersten Spielen hatte die HSG, die ohne Verstärkungen das Abenteuer Oberliga einging, einige verletzte Spielerinnen zu beklagen. Hier wog der langfristige Ausfall von Abwehrchefin Jana Folkerts doch sehr schwer. Auch Kreisläuferin Jana Meenen konnte nur an den ersten vier Partien teilnehmen, fehlte dann aus beruflichen Gründen von November bis Anfang März.

Doch konnte sich Buß auf sein Team verlassen, denn etliche Spielerinnen nahmen an allen 26 Begegnungen teil. Nach den Siegen gegen Garrel (31:24) und Mühlen (30:25) keimte sogar Hoffnung auf den Klassenerhalt auf. In den nächsten Spielen musste die HSG dann aber richtig Lehrgeld zahlen, obwohl man den Mitfavoriten um die Meisterschaft, ATSV Habenhausen, richtig lange ärgerte und ihn am Rande einer Niederlage hatte. Kurz vor der Weihnachtspause meldeten sich dann Torhüterin Alicia Riedel und die Schwestern Ilka und Insa Schmidt nach Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Mannschaft ab.

Da sich zuvor auch schon Janine Meinke verabschiedet hatte, mussten Buß und sein Co-Trainer Timo Hermann, der in der kommenden Saison das Amt von Buß übernimmt, in der Rückserie mit einem extrem kleinen Kader die weiteren Begegnungen bestreiten. Eine große Hilfe waren in dieser Phase die drei Youngster Sonja Gode, Farina Sanders und Lorena Krause, die sich inzwischen in das Team integriert hatten und nicht wegzudenken waren. Auch Wiebke Möller war als überragende Shooterin mit 191 Toren von der gegnerischen Deckung selten zu bremsen. Trotzdem merkte man dem Buß-Team die fehlenden Wechselalternativen an, obwohl mit Miriam Schulze eine Spielerin des VfL Oldenburg nun im HSG-Team mitwirkte.

Auch wenn der Abstieg für den Tabellenvorletzten relativ früh feststand, zeigten die Spielerinnen bis zum Ende großen Kampfgeist. Das Trainergespann war besonders mit dem gezeigten Einsatz zufrieden: „Wir sind nicht Letzter geworden, wie es uns prophezeit wurde. Wir können stolz darauf sein, dieses eine Jahr in der Oberliga mitgespielt zu haben“, resümierte der HSG-Trainer.

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