1. Damen – Hermann kritisiert „Standhandball“: Grüppenbühren/Bookholzberg verliert in Cloppenburg 15:25

Hermann kritisiert „Standhandball“

Grüppenbühren/Bookholzberg verliert in Cloppenburg 15:25

Vier Tore gegen Cloppenburg: Kreisläuferin Mareike Hermann. Foto: Rolf Tobis

Vier Tore gegen Cloppenburg: Kreisläuferin Mareike Hermann. Foto: Rolf Tobis

Cloppenburg. Die Handballerinnen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg haben ihr Oberliga-Kellerduell verloren. Beim TV Cloppenburg kassierte die HSG nach einer katastrophalen Angriffsleistung eine 15:25 (4:15)-Niederlage.

So hatte sich Timo Hermann sein erstes Spiel als Hauptverantwortlicher der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg nicht vorgestellt. Im Gegenteil: Der Co-Trainer der Oberliga-Handballerinnen, der den spielenden Coach Stefan Buß vertrat, war regelrecht enttäuscht vom Auftreten seiner Damen bei der 15:25 (5:14)-Niederlage beim TV Cloppenburg. „Unsere Angriffsleistung war unterirdisch. Das war Standhandball“, schimpfte Hermann auch noch am Tag nach der bitteren Pleite. Nur Farina Sanders und Mareike Hermann attestierte der Co-Trainer Normalform. „Unsere Körpersprache war schlecht. Da fehlte mir einfach die Galligkeit“, meinte Hermann.

Zur Pause schon fast uneinholbar zurück

Dabei hatte die HSG eine Woche nach der starken Leistung beim Sieg über Werder Bremen II (24:22) auf den nächsten Erfolg gehofft. Doch die Hoffnungen auf Saisonsieg Nummer vier waren schon zur Halbzeit wie verflogen. Über 1:3 (10.), 4:10 (19.) und 5:14 (30.) lag die HSG zur Pause schon fast uneinholbar zurück. „Es kam mir so vor, als wenn die Mädels ihre Festplatte komplett gelöscht hätten“, meinte Hermann.

Während die Gäste in der Abwehr noch ordentlich agierten, lief im Angriff für Grüppenbühren gegen die harte, aber faire TVC-Abwehr praktisch nichts zusammen. Wenig Tempo, kaum Bewegung und 35 Fehlwürfe oder -Pässe: So hatte die HSG keine Chance. Zudem nahm Cloppenburg Shooterin Wiebke Möller (nur zwei Feldtore von Rechtsaußen) per Doppeldeckung aus dem Spiel. „Wiebke darf sich auch mal einen schlechten Tag erlauben“, meinte Hermann. „Aber dann müssen andere Mädels in die Bresche springen.“ Taten sie aber nicht. Auch, weil die HSG das Spiel über den Kreis sträflich vernachlässigte.

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ZUR SACHE

HSG: Müller; Sanders 2, Krause 1, Hermann 4, Meenen 1, Gode 1, Möller 6/4, Folkerts, Hoppe, Hammler.

Spielfilm: 3:1 (10.), 10:4 (19.), 15:5 (30.), 20:14 (50.), 25:15 (60.).

Siebenmeter: TVC 6/3; HSG 5/4.

Zeitstrafen: TVC 2; HSG 1.

Ein Artikel von Frederik Böckmann

via Hermann kritisiert „Standhandball“: Grüppenbühren/Bookholzberg verliert in Cloppenburg 15:25.