1. Damen – Grüppenbühren/Bookholzberg verliert gegen Mühlen

Kellerduell in Handball-OberligaHSG Grüppenbühren/Bookholzberg verliert gegen Mühlen

Kaum zu halten: Wiebke Möller (links) warf für die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg elf Tore. Dennoch jubelten am Ende die Spielerinnen von GW Mühlen um Maate Buddemeyer (Mitte) und Katharina Hieferich; sie gewannen mit 24:22. Foto: Rolf TobisKaum zu halten: Wiebke Möller (links) warf für die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg elf Tore. Dennoch jubelten am Ende die Spielerinnen von GW Mühlen um Maate Buddemeyer (Mitte) und Katharina Hieferich; sie gewannen mit 24:22. Foto: Rolf Tobis

Bookholzberg. Die Handballerinnen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg haben das Kellerduell der Oberliga verloren. Der Tabellenvorletzte verlor am Sonntagnachmittag in eigener Halle gegen das Schlusslicht GW Mühlen mit 22:24 (10:14).

Stefan Buß gibt nicht auf. „Wir müssen weiterarbeiten. Irgendwann kehrt das Glück dann zu uns zurück“, sagte der Trainer der Oberliga-Handballerinnen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg am frühen Sonntagabend. „Daran glaube ich ganz fest.“ Pech hatten seine Spielerinnen zuvor im Kellerduell gegen Schlusslicht GW Mühlen, das mit 22:24 (10:14) verloren gegangen war, in der Tat jede Menge. Unzählige Male trafen sie Latte oder Pfosten. Hinzu kam eine Verletzung von Linksaußen Jasmin Borchers, die bei einer Abwehraktion umknickte und nicht weiterspielen konnte (28. Minute). „Jetzt waren gerade wieder fast alle da, und dann das“, klagte Buß, dessen Rückraumspielerin Bianca Herbec angeschlagen ins Spiel gegangen war.

HSG liegt nach 25 Minuten klar zurück

Die HSG blieb trotz der Niederlage Tabellenvorletzter. Sie verpasste aber die Gelegenheit, sich im Rennen um den Ligaverbleib in eine aussichtsreichere Position zu bringen. Die beiden vor ihr liegenden Teams, der TV Cloppenburg (19:39 bei der HSG Hude/Falkenburg) und der VfL Oldenburg III (16:26 beim TV Oyten II), mussten am Wochenende hohe Niederlagen hinnehmen. Acht Spieltage stehen noch aus.

Die Niederlage der HSG lässt sich aber nicht nur am Wurfpech festmachen. „Die erste Halbzeit haben wir verschlagen“, bestätigte Buß. Vor allem die ersten 25 Minuten. Die HSG fing sich einen 7:14-Rückstand ein, was sich später als entscheidend erweisen sollte.

HSG-Spielerinnen agieren zu zögerlich

Die HSG-Spielerinnen wirkten zu Beginn sehr nervös. Im Angriff agierten sie zu zögerlich, schafften es daher nicht, Lücken in der defensiv ausgerichteten 5:1-Abwehr der Mühlenerinnen zu provozieren. Einzig Rückraumspielerin Wiebke Möller traf konstant. Sie warf bis zur 25. Minute fünf der sieben HSG-Tore. Auch in der Abwehrarbeit fehlte der HSG Überzeugung und Entschlossenheit, sodass die GWM-Spielerinnen häufig frei zum Wurf kamen. „Wir hatten neun Spiele in Folge verloren, das steckt natürlich in den Köpfen“, erklärte Buß.

Gastgeberinnen geben nie auf

Die HSG ließ sich aber nie hängen. In der Schlussphase des ersten Spielabschnitts arbeitete sie sich bis auf 10:14 heran. Und auch der misslungene Start in die zweite Halbzeit (12:17, 36.) raubte dem Team nicht den Mut. Es kämpfte. Das zahlte sich zuerst in der Defensive aus. Die 6:0-Formation wurde so stabil, dass sie für die Gäste aus dem Positionsangriff nur noch selten zu überwinden war. Die Ballgewinne gaben Sicherheit für die Angriffe, in denen nicht mehr nur die weiter starke Möller torgefährlich war. So kam die HSG in Reichweite der Wende (18:20, 51.). Dass sie sie nicht schaffte, lag an den Pfosten- und Lattentreffern, der guten GWM-Torhüterin Andrea Fröhle und an einigen ärgerlichen Fehlpässen. Diese ermöglichten dem GWM-Team, für das Anne Kolbeck (6) und Alina Schillmöller (6/3) am häufigsten trafen, die Kontertore, mit denen es den Vorsprung über die Zeit brachte. „Man kann unserer Mannschaft aber keinen Vorwurf machen“, sagte Buß. „Sie hat erneut alles versucht.“

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg: Bilang, Müller; Herbec 2/2, Sanders 1, Folkerts, Meenen, Borchers 2, Hammler 1, Hoppe 2, Krause 1, Hermann 1, Gode 1, Möller 11.

Schiedsricher: Morgenstern, Tapper (Daverden, Woltmershausen).

Zuschauer: 45.

Zeitstrafen: HSG 2 – GWM 1.

Siebenmeter: HSG 3/2 – GWM 6/4.

Spielfilm: 0:1 (4.), 3:4 (12.), 4:8 (16.), 5:11 (20.), 7:14 (26.), 10:14 – 12:17 (36.), 16:20 (47.), 19:21 (53.), 20:21 (55.), 20:23 (56.), 22:24.

Ein Bild von Lars Pingel

Ein Artikel von Lars Pingel