1. Damen – Oberliga: HSG-Frauen verpassen die entscheidenden Tore | NWZonline

HSG-Frauen verpassen die entscheidenden Tore

Grüppenbühren/Bookholzberg verliert wichtiges Duell gegen VfL Oldenburg III 28:30

Sigrid Quahs

War nach der Heimniederlage gegen Oldenburg ratlos: HSG-Trainer Stefan Buß

Bild: Olaf Blume

BOOKHOLZBERG Es war der nächste bittere Rückschlag im Abstiegskampf der Frauen-Oberliga: 58 Minuten hatten die Handballerinnen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg gegen den VfL Oldenburg III am Freitagabend die Nase vorn, doch in der entscheidenden Phase drehten die Gäste durch zwei Treffer der überragenden Torschützin Kea Drewes sowie einem von Merle Osterthun das Spiel. So stand das Team von HSG-Trainer Stefan Buß am Ende nach dem 28:30 (13:9) erneut mit leeren Händen da, und damit rückt der Abstieg bei sechs Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz näher.

Schlimmer als diese Niederlage wiegt jedoch noch die Verletzung der stark aufspielenden Bianca Herbec (12 Tore), die sich 90 Sekunden vor dem Abpfiff bei einem Abwehrversuch am Fuß verletzte und nun für einige Zeit auszufallen droht. „Trotz der enormen Verstärkungen bei den Oldenburgerinnen hat unsere Mannschaft prächtig dagegen gehalten. Leider sind wir für unseren starken Auftritt wieder einmal nicht belohnt worden“, sagte Timo Hermann, Co-Trainer der HSG.

Es waren denn auch gerade in der Schlussphase die strittigen Entscheidungen der Unparteiischen, die das Spiel kippen ließen, denn in dieser Phase wurde Jasmin Borchers zweimal kurz hintereinander auf der linken Außenbahn am Wurf gehindert, doch blieb hier der Pfiff aus. So konnten die Oldenburgerinnen, die mit etlichen jungen Spielerinnen aus der A-Jugend-Bundesliga antraten, jeweils mit Treffern im Gegenzug das Spiel für sich entscheiden.

Bis Mitte der ersten Hälfte war die Partie bei wechselnden Führungen ausgeglichen, hier zeigte besonders die Deckung der Gastgeberinnen eine ganz starke Leistung und ließ den schnellen gegnerischen Angriff überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Im Angriff ließ die HSG von zahlreichen schön herausgespielten Chancen schon einige aus, lag aber trotzdem mit 10:8 (25. Minute) in Führung und baute diese auf 12:8 aus.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte blieb die Partie hart umkämpft. Beim Stand von 17:13 verpasste es die HSG aufgrund weiterer vergebener Möglichkeiten und Nachlässigkeiten in der Abwehr, sich vorentscheidend abzusetzen. Oldenburg glich zum 17:17 aus (42.). Mit Treffern von Wiebke Möller (2) und Jasmin Borchers setzte sich die HSG nochmals auf 25:22 ab, verpasste es aber wiederum, den Sack zuzumachen. Mit kämpferischem Einsatz und einer treffsicheren Drewes egalisierte Oldenburg, nutzte die folgende Verwirrung im HSG-Team und kam noch zu einem nicht mehr erwarteten Erfolg.

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