28:30 gegen Oldenburg III

HSG gibt den Sieg noch aus der Hand

Acht Tore gegen Oldenburg III: Wiebke Möller.
Acht Tore gegen Oldenburg III: Wiebke Möller.
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tarke Leistung: Bianca Herbec traf gegen Oldenburg III zwölf Mal (drei Siebenmeter). Foto: Rolf Tobis

Acht Tore gegen Oldenburg III: Wiebke Möller.

Bookholzberg. Die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg wollte im Abstiegskampf der Oberliga ein Lebenszeichen senden, zeigte über weite Strecken eine klasse Leistung – und wurde am Ende doch nicht belohnt. Nach der bitteren 28:30 (13:9)-Pleite gegen den Kellerrivalen VfL Oldenburg III nimmt der Abstieg der Handballerinnen Formen an.

Die Enttäuschung stand ihm förmlich ins Gesicht geschrieben, doch direkt nach Spielende holte Timo Hermann lieber zu einer Lobeshymne auf sein Team aus: „Das war eine überragende Mannschaftsleistung. Wir haben prächtig dagegen gehalten und unsere Oberliga-Tauglichkeit bewiesen. Das hat jeder in der Halle gesehen“, sagte der Co-Trainer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg nach der 28:30 (13:9)-Niederlage gegen den Kellerrivalen VfL Oldenburg III.

Das erhoffte Lebenszeichen im Oberliga-Abstiegskampf gelang den Handballerinnen zwar nicht. Im Gegenteil: Der direkte Wiederabstieg in die Landesliga wird nach der achten Niederlage in Folge immer wahrscheinlicher. Doch die Leistung, die die HSG Freitagabend zeigte, machte Timo Hermann Mut. „Wir haben uns im Vergleich zu den vergangenen Wochen rehabilitiert. Die Mädels haben in dieser Woche beim Training Extra-Schichten gefahren. Das hat man gesehen“, plauderte Hermann aus dem Nähkästchen, während seine Spielerinnen geknickt auf der Bank Platz nahmen und das Spiel erst verarbeiten mussten. „Es war doch kein Unterschied zu erkennen, obwohl Oldenburg hier mit der halben A-Jugend-Bundesliga aufgelaufen ist“, meinte Hermann.

HSG verpasst in Hälfte zwei den Knock-out für Oldenburg

Während Hermann die Partie analysierte, stampfte sein Trainerkollege Stefan Buß wütend durch die Halle am Ammerweg. Der HSG-Trainer musste seinen Frust über die Pleite erst noch verarbeiten. Buß wollte lieber nichts sagen – auch deswegen, weil die HSG-Trainer mit einigen strittigen Entscheidungen der Schiedsrichter vor allem in der Endphase nicht einverstanden waren.

Vor 100 Zuschauern kamen die Gastgeberinnen sofort gut in die Partie. Die 6:0-Deckung arbeitete stark gegen den Ball, gleichzeitig spielte die HSG ihre Angriffe geduldig aus – und war vor allem immer dann erfolgreich, wenn Spielmacherin Bianca Herbec zum Abschluss kam. Als dann ab Mitte der ersten Halbzeit auch noch Shooterin Wiebke Möller langsam Fahrt aufnahm, setzte sich Grüppenbühren/Bookholzberg von 6:6 (12.) gegen Ende der ersten Halbzeit immer mehr ab. Seine beste Phase hatte die HSG, als sie nach starken Treffern der drei Haupttorschützinnen Herbec (Konter), Jasmin Borchers (Heber) und Möller (Rückraum) auf 13:9 davon zog – und durch den Halbzeitpfiff von seinem guten Lauf unterbrochen wurde.

Wettschießen zwischen Bianca Herbec und Kea Drewes

Nach der Pause machte die HSG weiter ein klasse Spiel. Aber: Sie verpasste es, Oldenburg den endgültigen Knock-out zu versetzen. Etwa nach dem 17:13 (40.) oder dem 21:18 (45.). Die spannende Schlussphase entwickelte sich zu einem Wettschießen zwischen der überragenden Herbec (12 Tore) und der ebenfalls bärenstarken Oldenburgerin Kea Drewes (13 Tore). Traf die eine, legte die andere sofort den nächsten Treffer nach. 90 Sekunden vor dem Ende saß für die HSG beim 28:28 weiter alles drin. Doch während der VfL zwei Mal traf, forderte die HSG vergeblich zwei Siebenmeter. Der Rest war Frust pur.

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ZUR SACHE

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg – VfL Oldenburg III 28:30

HSG Grüppenbühren/B.: Müller (1.-43./55.-60.), Fischer (44.-54.); Hoppe 1, Herbec 12/3, Sanders, Hammler 1, Borchers 6, Blankemeyer, Gode, Krause, Möller 8/1.

Siebenmeter: HSG 5/4 – VfL 6/6.

Zeitstrafen: HSG 1 – VfL 4.

Zuschauer: 100.

Spielfilm: 2:2 (4.), 4:4 (8.), 6:6 (12.), 9:7 (20.), 10:8 (25.), 13:9 (30.) – 16:12 (36.), 17:13 (40.), 18:18 (43.), 21:18 (45.), 24:21 (48.), 25:23 (52.), 26:26 (55.), 28:27 (57.), 28:29 (59.), 28:30.

via 28:30 gegen Oldenburg III: HSG gibt den Sieg noch aus der Hand.