Kader bleibt bestehen

Grüppenbühren hat trotz Talfahrt gute Laune

In der Abwehr oft gefordert: Katrin Hoppe (links) kann die Elsfletherin Jennifer Adami nur mit rustikalen Mitteln stoppen. Der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg droht der Abstieg. Foto: Rolf Tobis

In der Abwehr oft gefordert: Katrin Hoppe (links) kann die Elsfletherin Jennifer Adami nur mit rustikalen Mitteln stoppen. Der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg droht der Abstieg. Foto: Rolf Tobis

Die Handballerinnen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg sind laut Trainer Buß trotz ihrer Talfahrt bester Stimmung. Der Kader für die nächste Saison steht schon – unabhängig von der Liga.

Über die Trainer-Karriere von Stefan Buß lässt sich bisher wenig Schlechtes erzählen. 2012 übernahm er die Handballerinnen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg, die damals in Weser-Ems-Liga aufliefen; 2013 spielten sie schon in der Landesliga, ein weiteres Jahr später ging es hoch in die Oberliga. 34 von 46 Spielen hat er mit seiner Mannschaft in dieser Zeit gewonnen. Seine größte Leistung vollbringt er aber wohl im Moment: Nach sieben Niederlagen in Folge ist die HSG Vorletzter in der Oberliga, die Stimmung ist jedoch auf wundersame Weise immer noch intakt. „Die Mädels sind fleißig und haben Spaß, davor ziehe ich den Hut“, sagt Buß.

„Irgendwann kommt das Glück zurück“

Er scheint es in der Tat irgendwie geschafft zu haben, seine Spielerinnen, für die Verlieren jahrelang die Ausnahme war, trotz der Talfahrt bei Laune zu halten. Woche für Woche zahlt Grüppenbühren Lehrgeld, kassiert mehr als 30 Tore im Schnitt, doch Buß lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen. „Meine Mannschaft tut, was sie kann“, sagte er nach 17:31 beim Elsflether TB am Sonntagabend. „Irgendwann kommt das Glück zurück.“ Als Nachrücker aufgestiegen sei man ja ohnehin in die Saison gegangen, „um jedes Spiel genießen. Das tun wir weiterhin.“

Alle Spielerinnen bleiben

Die Mannschaft scheint dieses Motto zu leben. Erst zweimal hat Grüppenbühren/Bookholzberg in dieser Saison gewonnen, dennoch haben alle Spielerinnen aus dem aktuellen Kader schon ihre Zusage für die kommende Spielzeit gegeben – unabhängig von der Liga. „Das sagt doch alles“, findet Buß, der selbst noch mit dem Verein über eine Verlängerung seines Engagements spricht: „Wir werden uns Mittwoch noch einmal unterhalten. Lust habe ich schon.“

Am Freitag gegen den direkten Konkurrenten

In welcher Liga die HSG ab dem Sommer spielen wird, wollen er und sein Team möglichst lange offen halten. Bei allem Genuss – „drei bis vier Siege“ sollen es schon noch sein, sagt Buß. Wie schwierig das Pflaster Oberliga ist, wird die HSG schon am Freitag wieder erfahren. Um 20 Uhr wird das Spiel gegen den VfL Oldenburg III angepfiffen, der einen Platz über Grüppenbühren/Bookholzberg und damit auf dem letzten Nicht-Abstiegsplatz liegt. Fünf Punkte haben die Oldenburger inzwischen Vorsprung, weil sie zuletzt mit Unterstützung aus dem A-Jugend-Bundesliga-Team zwei überraschende Siege einfuhren. „Im Fall der Fälle legen sie personell einfach aus den anderen Mannschaften nach. Solche Möglichkeiten haben wir nicht“, erklärt Buß.

Hermann wird wohl gesperrt

Sein Kader wird für dieses Spiel wohl weiter schrumpfen, denn die in Elsfleth mit Rot vom Feld gestellte Kreisläuferin Mareike Hermann wird wahrscheinlich gesperrt. Wie lange, das entscheidet sich in den kommenden Tagen. „Die Sperre ist Mist. Aber wir lassen uns was einfallen“, sagt Buß. „Ich kann nicht versprechen, dass wir gewinnen. Aber wir werden wieder alles versuchen.“

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Ein Artikel von Daniel Niebuhr

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