1. Herren – TS Hoykenkamp Derby-Sieger: Hoykenkamp behält die Nerven

Hoykenkamp behält die Nerven

Nicht aufzuhalten: Hoykenkamps neunfacher Torschütze Nico Skormachowitsch (Mitte) lässt sich von Grüppenbührens Patrick Meyer-Ebrecht nicht stoppen. Foto: Rolf Tobis

Nicht aufzuhalten: Hoykenkamps neunfacher Torschütze Nico Skormachowitsch (Mitte) lässt sich von Grüppenbührens Patrick Meyer-Ebrecht nicht stoppen. Foto: Rolf Tobis

Hoykenkamp. In einem hart geführten Nachbarduell zittert sich die TS Hoykenkamp zum Sieg. Grüppenbühren/ Bookholzberg hadert danach mit dem Schiedsrichtergespann.

Sven Engelmann wollte gar nichts sagen, Co-Trainer Andreas Müller war stocksauer: Man kann wohl ohne Übertreibung sagen, dass es es am Sonntag nicht der Nachmittag der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg war. Nach der 21:22 (8:9)-Pleite beim Gemeinderivalen TS Hoykenkamp haderte der Handball-Landesligist vor allem mit dem Schiedsrichter-Gespann. „Wir sind um den verdienten Lohn gebracht worden“, fluchte Andreas Müller: Ein Punkt wäre nach unserer starken Leistung gerecht gewesen.“

Franke erleichtert

Während die Landkreis-HSG zwei ärgerlich verlorenen Punkten nachtrauerte, waren die Hoykenkamper obenauf. Angeführt vom entfesselt aufspielenden Handball-Oldie Nico Skormachowitsch feierte die Turnerschaft den sechsten Sieg in den letzten sieben Spielen, und Trainer Jörn Franke atmete nach der Schlusssirene tief durch: „Wir haben die Punkte gerade noch gerettet.“

Starke Torhüter, viele Fouls

Es war das erwartete Drama, das sich in der Halle Heide vor 250 Zuschauern abspielte. Beide Teams brauchten einen Sieg, um im Aufstiegsrennen zu bleiben, und schenkten sich nichts. Viele Zeitstrafen und tolle Torwartparaden prägten die erste Hälfte des hart geführten Derbys. Sowohl die Hoykenkamper Schlussmänner Jan-Luca Linde und Gregor Kleefeldt als auch ihre Gegenüber Jan-Bernd Döhle und Arne Klostermann erwischten einen Sahnetag. Die Torhüter sorgten dafür, dass beim Hoykenkamper 9:8 zur Halbzeit gerade einmal 17 Tore gefallen waren. Im zweiten Durchgang schienen die Hoykenkamper wacher. Nachdem Kevin Pintscher für Grüppenbühren zum 10:10 ausgeglichen hatte, gelangen den Gastgebern drei Tore in Folge. Zwischen der 44. und 46. Minute kassierten dann drei Gäste-Spieler Zeitstrafen, und Hoykenkamp zog auf 19:12 davon. Dann nahm Engelmann eine Auszeit und leitete damit die erste Aufholjagd ein: Neun Minuten vor Schluss stand es nur noch 20:17 für die TSH.

Manndeckung gegen Skormachowitsch sorgt fast für die Wende

Die Hausherren antworteten zunächst mit zwei Treffern zum 22:17, danach gelang ihnen aber fast nichts mehr. Engelmann hatte Hoykenkamps neunfachen Torschützen Skormachowitsch in Manndeckung nehmen lassen und damit den Rhythmus gestört. So kam Grüppenbühren Tor um Tor heran und verkürzte in der 57. Minute auf 21:22. In der verbleibenden Zeit hatten beide Teams Möglichkeiten zu weiteren Treffern. Bei den Gästen war aber Klostermann im Tor immer auf der Höhe. Im Angriff allerdings gelang nichts mehr – auch bedingt durch strittige Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns Simon Idel/Lukas Gil (TSG Hatten-Sandkrug). So war TSH-Coach Franke zwar erleichtert, aber auch kritisch ob des Einbruchs in der Endphase: „Wir haben irgendwann völlig den Faden verloren.“

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ZUR SACHE

Hoykenkamp – Grüppenbühren 23:21

TS Hoykenkamp: Linde, Kleefeldt; Ahrens 2, Egbers, Freiwald 2, Goyert 3/1, Daniel Hemmelskamp, Jochims 1, Kirchhof 1, Petersen 1, Skormachowitsch 9/3, Streckhardt, Thode 1, Wessels 2.

Grüppenbühren/Bookholzberg: Döhle, Ludwig, Klostermann; Biedermann 3/1, Depperschmidt 1, Donner 4, Dominik Krüger, Patrick Meyer-Ebrecht 1, Mönnich 2, Pintscher 7, Sprenger, Julian Stolz 3.

Zuschauer: ca. 250.

Spielfilm: 5:5 (18.), 8:7 (28.), 9:8 (30.) – 13:10 (36.), 13:12 (37.), 19:12 (46.), 20:17 (51.) 22:17 (53.) – 22:21 (57.)

Siebenmeter: TSH 5/4 – HSG 2/1.

Zeitstrafen: TSH 3 – HSG 9.

Schiedsrichter: Simon Idel, Lukas Gil (TSG Hatten-Sandkrug).

Ein Artikel von Heinz Quahs

via TS Hoykenkamp Derby-Sieger: Hoykenkamp behält die Nerven.