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Oberliga der Frauen: Grüppenbühren ist beim 20:40 gegen den Spitzenreiter Hude/Falkenburg ohne Chance / Albes und Zetzmann glänzen

Zu stark, zu schnell, zu abgeklärt

Niklas Johannson 26.01.2015 0 Kommentare

Das war mehr als deutlich: In der Oberliga haben die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg das Derby beim Aufsteiger HSG Grüppenbühren/Bookholzberg am Freitagabend mit 40:20 (23:7) für sich entschieden. Dadurch steht das Team auch nach der Hälfte aller Saisonspiele an der Tabellenspitze, während Grüppenbühren weiterhin Vorletzter ist. Überragende Spielerinnen auf Seiten der Gäste waren Nadja Albes (zehn Tore) und Mareike Zetzmann (acht).

Die achtmal erfolgreiche Mareike Zetzmann (rechts) und die HSG Hude/Falkenburg zeigten beim Derby in Bookholzberg ihre ganze Klasse. Der Spitzenreiter siegte mit 40:20. (Ingo Moellers)

In der voll besetzten Halle am Ammerweg erwischte Hude einen Start nach Maß und führte nach fünf Minuten bereits mit 4:0. Grüppenbühren leistete sich zu Beginn drei einfache Ballverluste – die Folge waren drei Gegentore und eine frühe Auszeit von Trainer Stefan Buß. Gegen die aggressive Deckung des Tabellenführers gelang Wiebke Möller erst nach acht Minuten das erste Tor für die Heim-Sieben – 1:5. Den ersten gut strukturierten Angriff der Grüppenbührenerinnen sahen die Zuschauer in der elften Minute, als Lorena Krause von der Ex-Huderin Katrin Hoppe schön freigespielt wurde und traf. Auf der anderen Seite markierte Hudes Rechtsaußen Nadja Albes Tor um Tor, zum Teil aus extrem schwierigen Winkeln. Nach 15 Minuten führten die Gäste schon komfortabel mit 11:3. Wenig später war es Janna Müller, die nach einer einfachen Körpertäuschung auf 14:4 erhöhte (20.). Da auch Hudes Torhüterin Karen Tapkenhinrichs auf dem Posten war, erzielte Grüppenbühren in der ersten Hälfte nur magere sieben Treffer. Dementsprechend enttäuscht war Co-Trainer Timo Hermann: „In der ersten Hälfte haben wir Lehrgeld gezahlt und nicht so konsequent gespielt wie geplant.“ Mareike Zetzmann stellte kurz vor dem Wechsel den 23:7-Pausenstand her. „In der ersten Halbzeit waren wir sehr aggressiv“, freute sich Hudes Betreuer Sebastian Zwiener.

Am Geschehen änderte sich auch in Durchgang zwei nicht viel. Grüppenbührens löchrige Deckung machte es dem Primus viel zu einfach, Tore aus dem Rückraum zu werfen. Ab der 40. Minute kam das Buß-Team aber zumindest offensiv besser in Fahrt und erzielte innerhalb von zwölf Minuten so viele Tore wie in der gesamten ersten Hälfte – 14:32. Erst als die Partie längst gelaufen war, schaltete Grüppenbühren auch in der Defensive zwei Gänge hoch. Die Abwehr kämpfte jetzt und vermied durch Blocks und Fouls weitere leichte Gegentore. Das Spiel war nun ausgeglichen, weil Hude spürbar nachließ. „Wenn man nach 30 Minuten schon so deutlich führt, ist es schwierig, die Konzentration hochzuhalten“, sagte Zwiener, hielt aber auch fest: „20 Gegentore sind mir am Ende etwas zu viel.“

Eine richtig gute Figur im zweiten Durchgang machte Grüppenbührens Mareike Hermann, die in der 53. Minute ihr fünftes Tor zum 17:34 erzielte. Weil die Gastgeberinnen nun zupackten, kam Härte ins Spiel. Miriam Schulze kassierte etwa nach übertriebenem Einsatz gegen Janna Müller eine Zeitstrafe. Bezeichnend: Die Huderin traf trotz des Fouls ins Tor – 35:17. Sinnbildlich für die gesamte Partie war die 56. Minute, als Grüppenbühren vorne traf, nach dem schnellen Umschalten der Gäste hinten aber völlig überfordert war. Insgesamt ging für den Tabellenvorletzten einfach alles etwas zu schnell. Am Ende hieß es dementsprechend völlig verdient 40:20 für Hude/Falkenburg. „In der zweiten Halbzeit haben wir Hude das Leben schwer gemacht und uns 15 Minuten zusammengerissen“, hielt Hermann fest.

Auf den Derbysieger wartet am kommenden Sonnabend ab 18 Uhr nun das Spitzenspiel beim Tabellenzweiten VfL Stade. „Unser Fanbus ist schon fast voll, wir fahren frohen Mutes nach Stade“, betonte Zwiener. Die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg reist am Sonntag zum BV Garrel (16 Uhr).

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