Kreis-Duell der Handballerinnen

Hude/Falkenburg klarer Favorit

 Will sich in eigener Halle gegen den Landkreis-Rivalen behaupten: Die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg um Kathrin Hoppe (links) empfängt die HSG Hude/Falkenburg. Foto: Tobis

Will sich in eigener Halle gegen den Landkreis-Rivalen behaupten: Die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg um Kathrin Hoppe (links) empfängt die HSG Hude/Falkenburg. Foto: Tobis

Bookholzberg. Am Freitag steigt das Landkreis-Duell in der Oberliga. Die Gastgeberinnen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg stehen auf einem Abstiegsplatz, die Gäste der HSG Hude/Falkenburg sind Spitzenreiter.

Thorsten Stürenburg hat sich in den vergangenen Tagen nicht in ein stilles Kämmerlein zurückgezogen. „Wir können sie nicht überraschen; und sie können uns nicht überraschen“, erklärt der Trainer der HSG Hude/Falkenburg. Also hat er vor dem Gastspiel beim Nachbarn HSG Grüppenbühren/Bookholzberg darauf verzichtet, intensiv über eine vielleicht siegbringende neue taktische Maßnahme nachzudenken, sondern setzt im Derby, das an diesem Freitag um 20 Uhr in der Halle am Ammerweg beginnt, auf das, was ihm und seinen Spielerinnen die Tabellenführung in der Handball-Oberliga eingebracht hat. „Wir sollten stark genug sein, uns durchzusetzen“, sagt er.

Buß macht seinem Team keinen Druck

Stefan Buß, Trainer der auf einem Abstiegsplatz stehenden Gastgeberinnen, rechnet ebenfalls nicht mit Überraschungen. Daher hat er seine Spielerinnen vor allem darauf vorbereitet, dass sie in Ballbesitz entweder Mittel gegen eine 3-2-1-Formation oder eine 6-0-Aufstellung der Deckung des Spitzenreiters finden müssen, um mithalten zu können. Er ist fest davon überzeugt, dass das möglich ist. „Wir müssen nur das spielen, was wir können“, sagt er. Dabei könne helfen, dass seine Mannschaft „frei aufspielen kann, weil wir gar nichts zu verlieren haben“.

Huderinnen glauben an die eigene Stärke

Stürenburg, der die Favoritenrolle für sein Team annimmt, geht trotzdem davon aus, dass seinem Team die Punkte nicht geschenkt werden. „Wir wissen, dass Grüppenbühren/Bookholzberg kämpfen wird“, sagt er. „Aber das machen gegen uns ja alle.“

Buß und sein Trainerkollege Timo Herrmann beklagen keine Ausfälle, A-Jugend-Torhüterin Anna Fischer rückt zusätzlich in den Kader auf. Auch Stürenburgs Team wird in Bestbesetzung antreten. Klar, dass die Trainer dann auch in einem weiteren Punkt einer Meinung sind: „Wir freuen uns auf die Partie.“

Hoffnung auf viele Fans

„Alle sind hoch motiviert“, präzisiert Buß die Sicht des Heim-Teams, das als Aufsteiger in die Saison gestartet war. „Wir wollen wieder Spaß an unserem Spiel haben.“

„Das ist für uns das erste Landkreis-Derby seit Langem“, erklärt Stürenburg. „Das wollen wir natürlich nicht verlieren, alle Spielerinnen sind motiviert.“ Hude/Falkenburg war vor der Saison als Aufstiegsanwärter gehandelt worden – und hat diese Vorschusslorbeeren mit 23:1 Punkten bisher eindrucksvoll bestätigt.

„Es hat seinen Reiz, an einem Freitagabend zu spielen“, sagt Buß über den für sein Team ungewöhnlichen Termin. „Ich hoffe, dass viele Zuschauer Lust haben und in die Halle zu kommen.“ Eine Hoffnung, der sich die Gäste, auf deren Wunsch das Derby vorverlegt worden war, anschließen. „Es wäre schön, wenn die Halle voll wäre“, bestätigt Stürenburg.

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Ein Artikel von Lars Pingel

via Kreis-Duell der Handballerinnen: Hude/Falkenburg klarer Favorit.