1. Damen – Buß-Team ohne Chance

Kein Durchkommen: Wiebke Möller wird von zwei Staderinnen aufgehalten.Foto: Charline Ruge

Buß-Team ohne Chance

Favorit Stade ist zu stark für Grüppenbühren/Bookholzberg. Der Handball-Oberligist unterliegt nach schacher zweiter Hälfte mit 15:32.

Von RICHARD SCHMID

BOOKHOLZBERG. Eine Halbzeit lang sah es gestern so aus, als könnten die Handballerinnen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg die erwartete Niederlage gegen den VfL Stade, immerhin Zweiter der Oberliga, einigermaßen in Grenzen halten. Am Ende jedoch musste das Team um Trainer Stefan Buß mit 15:32 (7:12) eine deutliche Packung einstecken. „Ich verliere lieber einmal in dieser Höhe, als sechsmal mit einem Tor Unterschied“, kommentierte Coach Buß die auch in dieser Höhe verdiente Niederlage der Landkreis-HSG.

Lediglich in der Anfangsphase konnten die HSG-Frauen das Spiel offen gestalten. So führten die Gastgeberinnen in der siebten Minute mit 4:3, und es hatte den Anschein, als könnte das Buß-Team dem Favoriten Paroli bieten. Doch dann gelang zehn Minuten kein Tor, und Stade erspielte sich bis zur Pause einen beruhigenden Fünf-Tore-Vorsprung. Dabei hätten die Staderinnen zur Halbzeit deutlich höher führen können, aber eine gut aufgelegte Torhüterin Ann-Cathrin Müller konnte mit ihren Paraden viele gute Chancen der gegnerischen Mannschaft vereiteln. So blieb der Rückstand der HSG zur Halbzeit mit 7:12 einigermaßen erträglich.

In der zweiten Hälfte demonstrierte das Gästeteam seine große Stärke. Sowohl läuferisch als auch spielerisch zeigte Stade dem Heimteam die Grenzen auf. „Das war schon ein Klassenunterschied, was wir in der zweiten Hälfte zu sehen bekamen“, meinte auch Buß. Die Spielerinnen des VfL spielten die HSG phasenweise an die Wand. Vor allem nach der Roten Karte in der 43. Minute für ein heftiges Foul der bis dahin besten Spielerin der HSG, Katrin Hoppe, lief bei Grüppenbühren/Bookholzberg nichts mehr zusammen. Auch ein Wechsel der Torfrau brachte keine Besserung. Vor allem die Abwehr fand keine Antwort gegen den variantenreichen Angriffswirbel der VfL-Frauen. „In den Angriffssituationen fehlte uns außerdem die Durchschlagskraft“, erläuterte Buß.

In der Tat fanden die Handballerinnen der HSG kein Mittel gegen eine gut gestaffelte Abwehr des VfL Stade. Zahlreiche Ballverluste und Fehlwürfe brachten immer wieder das gegnerische Team in Ballbesitz.So lag die Landkreis-HSG in der 55. Minute bereits mit 19 Toren zurück (13:32), ehe Stade in den letzten Minuten ein wenig das Tempo aus dem Spiel nahm. „Immerhin haben wir hier gegen einen absoluten Aufstiegsfavoriten verloren, gegen den werden noch ganz andere Teams den Arsch voll kriegen“, äußerte sich Buß am Ende des Spiels ein wenig deftig – passend zur deftigen Niederlage seiner Schützlinge.

via Buß-Team ohne Chance.