1. Damen – HSG schrammt nur knapp an großer Überraschung vorbei

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HSG schrammt nur knapp an großer Überraschung vorbei

Handballerinnen von Grüppenbühren/Bookholzberg verlieren gegen Spitzenreiter Habenhausen mit 29:32 (19:16)

pin BOOKHOLZBERG. Hin und wieder beschreibt ein Wurf ein ganzes Handballspiel. 55 Sekunden waren gestern in der Halle am Ammerweg in Bookholzberg noch zu spielen, als der Ball, den Wiebke Möller, Rückraumspielerin des Oberligisten HSG Grüppenbühren/Bookholzberg, geworfen hatte, von der Innenseite des linken Pfostens an die des rechten knallte und von dort zurück ins Feld flog. Wenige Zentimeter fehlten zum 30:31. Das hätte Möller und ihren Mitspielerinnen vielleicht eine Gelegenheit gegeben, ihren ganz starken Auftritt gegen den verlustpunktfreien Spitzenreiter ATSV Habenhausen, doch noch mit einem Punkt zu krönen. Doch wenig später traf Svenja Klün noch einmal für die Gäste, so dass diese, vor allem erleichtert, einen 32:29 (16:19)-Erfolg feiern konnten.

„Ich bin einfach nur stolz auf diese Mannschaft“, sagte HSG-Trainer Stefan Buß nach einer Partie, in der der Aufsteiger ganz nah dran gewesen war, den Meisterschaftsfavoriten zu bezwingen. „Ich bin stolz auf jede einzelne Spielerin, ganz besonders auch auf die, die noch nicht so viel Einsatzzeit bekommen.“ Wenn alle so weiter spielen und trainieren, „können wir noch besser werden“.

Die HSG überraschte die Bremerinnen mit einer beweglichen 6:0-Abwehr und wohl noch mehr mit cleverem Angriffsspiel. Sie stellte die ATSV-Defensive im steten Wechsel von guten Kombinationen und entschlossenen Einzelleistungen vor viele unlösbare Aufgaben. Und die HSG ging das hohe Tempo mit, das der Spitzenreiter, dessen Verunsicherung sich in vielen Fehlwürfen zeigte, vorlegte. Nach einer attraktiven ersten Halbzeit lag die HSG mit 19:16 in Führung.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie hektischer, der ATSV arbeitete in seiner 6:0-Abwehr noch aggressiver. Die kampfstarke HSG verteidigte ihren Vorsprung aber lange. Die Gastgeberinnen wurden in der Schlussphase aber von den Schiedsrichtern für ähnliche Fouls härter bestraft als der ATSV, spielten daher mehrfach in Unterzahl. In der 55. Minute kippte die Partie. Dem HSG-Team unterliefen zwei bittere Fehler, die Alisa Lang mit Kontertoren bestrafte. Der Gast lag mit 29:27 in Führung und brachte diese über die Zeit.

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