1. Damen – Aufsteiger verlangt Favoriten beim 29:32 alles ab

Aufsteiger verlangt Favoriten beim 29:32 alles ab

Grüppenbühren/Bookholzberg unterliegt Oberliga-Tabellenführer Habenhausen knapp

Sigrid Quahs

Zeigte mit Grüppenbühren/Bookholzberg eine tolle Leistung gegen den Tabellenführer: Jasmin Borchers Bild: Dörte Eilers

BOOKHOLZBERG Mit einer bravourösen Leistung hatten die Oberliga-Handballerinnen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg den ungeschlagenen Spitzenreiter ATSV Habenhausen am Sonntag am Rand einer Niederlage. Doch in den letzten zehn Minuten fehlten ein wenig die Kraft und Konzentration, so dass sich die Mannschaft von Trainer Stefan Buß doch noch knapp mit 29:32 (19:16) geschlagen geben musste.

Hervorragend hatte Buß sein Team eingestellt, denn die bärenstarke Deckung mit einer überragenden Torhüterin Alicia Riedel ließ den gegnerischen Angriff selten richtig zur Entfaltung kommen, so dass sich die Gäste nur mit überraschenden Würfen aus der zweiten Reihe und nach Ballverlusten der HSG über Konter zunächst zu ihren Toren kamen. Ab der 14. Minute machte der Aufsteiger aus einem 8:10-Rückstand eine 17:13-Führung und ging mit einem satten Vier-Tore-Vorsprung auch in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel der Gäste noch druckvoller. Doch erst einige strittige Entscheidungen der Unparteiischen brachten die HSG Mitte der zweiten Halbzeit aus dem Rhythmus. Trotzdem kämpfte das Team weiter und blieb nach einem weiteren Treffer der überragenden Rückraumspielerin Wiebke Möller (13 Tore) bis zum 27:26 (54.) vorne. Als es dann kurz hintereinander zwei Hinausstellungen gegen Insa Schmidt und Katrin Hoppe gab, nutzte der Spitzenreiter seine Chancen konsequent, ging bis drei Minuten vor dem Ende mit 30:27 in Führung. Diesen Vorsprung verteidigte der Favorit in der spannenden Schlussphase, in der Möller mit zwei Aluminiumtreffern noch Pech hatte, bis zum knappen Endstand.

Trotz der Niederlage sparte HSG-Coach Buß hinterher nicht mit Lob: „Wir können stolz und zufrieden sein, dass wir den Tabellenführer so lange geärgert haben. Am Ende fehlte uns das nötige Quentchen Glück und die Cleverness, die man gegen diesen Gegner einfach braucht.“

via Handball: Aufsteiger verlangt Favoriten beim 29:32 alles ab | NWZonline.