Mit Routine zum Derbysieg

Von Gunnar Schäfer

Ganderkesee-Bookholzberg. Alle hatten mit einem hart umkämpften Handball-Landesliga-Derby gerechnet, doch letztlich fiel das Ergebnis unerwartet deutlich aus. Die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg setzte sich am Freitagabend mit 30:23 (16:9) gegen den Landesliga-Absteiger TS Hoykenkamp durch. Trotz des Auftakterfolgs war Grüppenbührens Trainer Sven Engelmann aber nicht restlos zufrieden. „Unsere Torausbeute war zu schwach. Wenn wir auch auswärts gewinnen wollen, müssen wir da wesentlich besser werden“, sagte er.

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© INGO MOELLERS Zur Sache ging es im Derby zwischen Grüppenbühren (hier mit Werner Dörgeloh, links) und Hoykenkamp (Kyan Petersen). Am Ende siegte Grüppenbühren mit 30:23.

Vor rund 350 lautstarken Zuschauern in der Halle am Ammerweg gehörte die Anfangsphase noch den Hoykenkampern um Neu-Trainer Jörn Franke. Nach dem 1:0 für die Hausherren durch Stefan Buß (2.) brachte Ole Goyert die Gäste mit 4:2 (7.) und 5:3 (8.) in Führung. Vor allem die erste Welle klappte bei den Grüppenbührenern überhaupt nicht. Dirk Egbers besorgte das 6:5 für Hoykenkamp (10.), es sollte jedoch die letzte Führung für die Gäste sein. Bis zum 7:7 durch Kyan Petersen (14.) verlief das Spiel ausgeglichen, danach übernahmen die Gastgeber die Initiative.

Die 6:0-Deckung schaltete nun schnell um, und das Engelmann-Team war mehrfach über die zweite Welle erfolgreich. Mit drei Toren in Folge sorgte Zugang Marcel Donner für die 10:7-Führung (21.). Nach dem zwischenzeitlichen 8:10 von Goyert (22.) traf Grüppenbührens Spielmacher Marcel Behrens ebenfalls drei Mal in Serie – 13:8 (26.). Erst kurz vor dem Pausenpfiff beendete Egbers mit dem 9:14 die Torflaute der Gäste (29.). Donner und Werner Dörgeloh stellten das Ergebnis zur Halbzeit aber noch auf 16:9 für die Hausherren. „Diese Phase war vorentscheidend für unsere Niederlage, unsere technischen Fehler haben den Gegner zum Kontern eingeladen“, stellte Franke fest.

Selbst mit einer eindringlichen Pausenansprache konnte er der Partie keine Wendung mehr geben. Der starke Donner erzielte nach dem Seitenwechsel vier Tore zum 20:10 für Grüppenbühren (35.). Kurz danach stellte Franke die Deckung von einer 6:0- auf eine 5:1-Formation um. In der Folge stand die Hoykenkamper Defensive wieder etwas sicherer. Goyert brachte den Verbandsliga-Absteiger auf 17:23 heran (50.). Die Wende gelang aber nicht mehr, weil die erfahrenen Grüppenbührener sich einfach zu routiniert präsentierten. In der 56. Minute stand es 26:20, dann machten die Gastgeber durch Tore von Daniel Hammler, Buß und Behrens zum 29:20 endgültig alles klar (58.). In den Schlussminuten betrieben die Hoykenkamper Hannes Ahrens und Jonas Jochims noch etwas Ergebniskosmetik.

„Meine junge Mannschaft kam mit der Härte des Gegners nicht zurecht“, sagte Franke. Zudem vermisste Hoykenkamps Coach die abwesenden Malte Ottomann und Nico Skormachowitsch schmerzlich. „Sie waren in der Vorwoche beim Pokalturnier noch unsere besten Spieler.“

via Mit Routine zum Derbysieg – Delmenhorster Kurier – WESER-KURIER.