Erst arbeiten, dann genießen

Erst arbeiten, dann genießen

Die Handballerinnen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg bereiten sich auf die Oberliga-Saison vor. Dort möchte der Aufsteiger möglichst viele Überraschungen schaffen.

Von Lars Pingel

Wollen sich in der Oberliga behaupten: Wiebke Möller (mit Ball) und ihre Mitspielerinnen von der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg.Foto: Tobis

GRÜPPENBÜHREN. Der Schreck ist verarbeitet. „Ja“, sagt Stefan Buß lachend. „Jetzt freuen sich alle auf die Saison.“ Nach dem letzten Spiel 2013/2014, nach einem 29:23-Erfolg über den TV Neerstedt am ersten Mai-Wochenende, hatte der Trainer der Handballerinnen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg seinen überraschten Spielerinnen erklärt, dass sie ab September in der Oberliga antreten werden. Der Sieg hatte ihnen Rang drei in der Abschlusstabelle der Landesliga eingebracht, der zum Aufstieg genügte. Das Team, das gerade erst die Weser-Ems-Liga hinter sich gelassen hatte, war in die vierthöchste Spielklasse durchmarschiert.

Angesichts dieser Vorgeschichte ist es klar, dass Buß das Wort „Abenteuer“ verwendet, wenn er über die Saison 2014/2015 spricht, die für die HSG am Sonntag, 28. September, in der Halle am Ammerweg mit einem Heimspiel gegen den Elsflether TB beginnt. Die eigentlich als Auftakt für die „Mission Nichtabstieg“ vorgesehene Partie gegen den BV Garrel (20. September) wird verlegt. Der neue Termin steht noch nicht fest. Um diese Mission möglichst gut zu meistern, trainiert die HSG bereits seit drei Wochen. Zu Beginn der Einheiten geht es um Ausdauer, Spritzigkeit und Schnelligkeit, erzählt der Trainer. „Wir machen aber auch schon viel mit Ball“, beschreibt Buß dann, wie der zweite Teil gestaltet wird. „Die Trainingsbeteiligung ist sehr gut“, freut er sich über die große Motivation seiner Spielerinnen. „Sie ziehen alle sehr gut mit.“ Und so seien schon einige Fortschritte im Vergleich zur Vorsaison erkennbar. Das habe bereits das erste Testspiel gezeigt. Gegen den Drittliga-Aufsteiger SFN Vechta verlor das HSG-Team zwar (19:38), zeigte aber eine Leistung, die seinen Coach zufrieden stellte. „Wir haben gut mitgehalten“, bestätigt Buß.

Die HSG geht mit einem vergrößerten Kader in die neue Saison. Das Aufstiegsteam ist zusammengeblieben. Neu dabei sind in Farina Sanders, Lorena Krause und Sonja Gode drei junge Aktive, die aus dem A-Jugend-Team aufgerückt sind. In Annika Steinmetz, die zuletzt für die SG Friedrichsfehn/Petersfehn auflief, fand zudem eine erfahrene Rückraumspielerin den Weg in den Landkreis.

„Das Ziel muss es sein, unser Spiel durchzuziehen“, erklärt Buß, wie er und sein Team die 26 Saisonpartien angehen wollen. „Wenn uns das gelingt, muss man uns erst einmal besiegen.“ Trotzdem, er weiß natürlich, dass die HSG vermutlich jede davon als Außenseiter beginnen wird. „Jeder Punkt, den wir holen, ist eine Sensation und wird groß gefeiert“, sagt er. „Wir wollen die Spiele einfach genießen.“ Vielleicht muss danach dann ja der eine oder andere Konkurrent einen größeren Schreck verarbeiten.

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