TSV überrascht Nachbarn

Die Ganderkeseer Landesliga-Handballer besiegten Grüppenbühren/Bookholzberg mit 30:22. Sie boten eine starke Abwehrleistung.Von Heinz Quahs

Nicht zu stoppen: Tobias Petrick (Mitte) und seine Mannschaftskameraden vom TSV Ganderkesee fanden immer wieder Lücken in der Abwehr der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg um Marcel Depperschmidt (links) und Helge Voigt. So gewann der TSV mit 30:22. Foto: Rolf Tobis

GANDERKESEE. Die rund 200 Zuschauer in der Halle Am Steinacker sind voll auf ihre Kosten gekommen. Die Landesliga-Handballer des TSV Ganderkesee und der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg lieferten sich ein packendes, umkämpftes Derby. Grund zum Jubeln hatten nach dem Schlusspfiff aber nur die TSV-Fans, denn ihre Mannschaft hatte den Favoriten überraschend mit 30:22 15:9 besiegt. „Ich bin sehr glücklich über den Erfolg. Er zeigt mir, dass sich die Mannschaft noch nicht aufgegeben hat“, sagte der TSV-Trainer Jörn Franke.Franke gab zu, dass er lange darüber gegrübelt hatte, mit welcher Abwehrformation er agieren solle. Er entschied sich dafür, HSG-Spielmacher Marcel Behrens von Beginn an durch Michael Uken kurz decken zu lassen. Das erwies sich als richtiger Schachzug, denn die HSG-Offensive, in dessen Rückraum Werner Dörgeloh verletzt fehlte, kam nie richtig in Schwung. Hinzu kam, dass TSV-Torwart Marco Brandt zum besten Akteur seines Teams wurde. Kam die HSG also doch zu Würfen, wehrte Brandt diese regelmäßig ab. Über ein 6:2 9., 8:7 14. und 12:7 21. kam der TSV, der sehenswerte Treffer erzielte, zu einer 15:9-Halbzeitführung.Nach dem Seitenwechsel spielten die Ganderkeseer konzentriert weiter und lagen immer vorn. Auch der verletzungsbedingte Ausfall von Abwehrchef Andreas Kirschning 35. brachte sie nicht aus dem Rhythmus. Benjamin Heinze warf das Tor zum 25:16 55., das den Sieg endgültig sicherte. Franke verteilte noch ein Sonderlob. „Besonders gefallen haben mir Carsten und Sören Laurus, die ohne Training einfach in die Bresche gesprungen sind“, sagte er. HSG-Coach Sven Engelmann schüttelte den Kopf. „Als Marcel Biedermann von Beginn an in kurze Deckung genommen wurde, stand der restliche Angriff hilflos vor der Abwehr. Wir haben im Angriff viel zu wenig Druck gemacht“, kritisierte er.

TSV: Brandt, Reckziegel; Hammler 1, Heinze 6, Homburg, Kämena, Kirschning, N. Kruse 1, T. Kruse, C. Laurus 2, S. Laurus 5, Petrick 4, Spille, Uken 11/6.

HSG: Döhle, Klostermann; Behrens 2/1, Biedermann 4, Buß 4/1, Depperschmidt 1, Dörgeloh, Lau, Mönnich 1, Pintscher 2, Sprenger, Stolz, Voigt 8/1.

via TSV überrascht Nachbarn.