1. Herren – Zweitligist macht nach 20 Minuten ernst

Zweitligist macht nach 20 Minuten ernst
Grüppenbühren/Bookholzberg zeigt gegen Hildesheim eine klasse Leistung – 21:38
Die Landesliga-Handballer lagen knapp 20 Minuten in Führung. Danach drückte der Favorit aber gewaltig aufs Tempo.
Michael Hiller

Spielten unbekümmert auf: die Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg um Yannic Lau (beim Wurf). Unterstützung gab es von den Trommlern (ovales Bild).
Bild: Michael Hiller

BOOKHOLZBERG „Vielleicht geht ja was – unsere erste Herren ist bekanntlich sehr heimstark…“ Mit diesen Worten begrüßte Holger Jüchter, Vorsitzender der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg, die Zuschauer in der rappelvollen Sporthalle am Ammerweg vor dem Freundschaftsspiel gegen Eintracht Hildesheim am Mittwochabend. Und tatsächlich konnte der Handball-Landesligist den Tabellenfünften der 2. Bundesliga ärgern – zumindest 20 Minuten lang. Am Ende eines unterhaltsamen Spiels, das Jüchter zurecht als „Handball-Fest“ angepriesen hatte, setzten sich die Hildesheimer aber erwartungsgemäß klar mit 38:21 (16:11) durch.

„Insgesamt ist das ein gutes Ergebnis, auch wenn es ein bisschen zu hoch ausgefallen ist“, meinte Kevin Pintscher, mit fünf Toren zweitbester Werfer der HSG. Sein Trainer Sven Engelmann war ebenfalls zufrieden. „Meine Jungs haben gut gespielt. Wichtig war für mich zu sehen, dass unsere Spielkonzeptionen im Angriff auch gegen einen Zweitligisten zum Erfolg führen. Wir sind also auf dem richtigen Weg“, resümierte der Bookholzberger Coach.

Dieser Weg war vor allem in den ersten 20 Minuten der Partie zu erkennen. Völlig unbekümmert spielten die Hausherren gegen den Zweitligisten auf, der die vier Klassen tiefer angesiedelte HSG scheinbar etwas unterschätzt hatte. „Uns steckte auch noch ein wenig das Training vom Vormittag in den Knochen“, meinte Eintracht-Spieler Robin John, der gleichzeitig die Leistung der HSG lobte: „Die haben keine schlechte Truppe und in der Anfangsphase richtig stark gespielt.“

So rieben sich auch einige Fans leicht verwundert die Augen, als Stefan Buß per Gegenstoß (4:1/5. Minute) und Marcel Behrens (6:3/9.) jeweils eine Drei-Tore-Führung herauswarfen. Bis zum 8:6 (Pintscher/18.) blieb die HSG vorne, woran vor allem Torhüter Jan-Bernd Döhle mit seinen acht teilweise spektakulären Paraden großen Anteil hatte. „Das ist für mich natürlich überragend gelaufen. Vor so einer Kulisse ist es aber auch genial“, meinte Döhle. Seine Torhüterkollegen Jan-Dirk Alfs und Arne Klostermann standen ebenfalls jeweils für 20 Minuten zwischen den Pfosten und überzeugten mit guten Leistungen. Letztendlich konnten aber auch sie nicht verhindern, dass die Hildesheimer nach dem Ausgleich (8:8/19.) das Tempo immer mehr anzogen und über 14:9 (28.), 21:11 (36.) und 29:13 (44.) die Verhältnisse eindeutig zurechtrückten.

Quelle: NWZ Online