1. Herren – Weiter auf dem Vormarsch

Landesliga: HSG Grüppenbühren/Bookholzberg feiert dritten Heimsieg in Serie – 31:30 gegen den TV Dinklage
Weiter auf dem Vormarsch
Gunnar Schäfer

Handball
© INGO MOELLERS
Mit zehn Treffern war Werner Dörgeloh der erfolgreichste Torschütze der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg während des Landesligaspiels gegen den TV Dinklage. Am Ende feierte der Routinier mit seinem Team einen knappen 31:30-Erfolg.

Mit einem knappen 31:30 (15:12)-Heimsieg gegen den TV Dinklage haben sich die Landesliga-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg am Sonnabend für die Hinspielpleite aus dem September revanchiert. Für Grüppenbühren war es bereits der dritte Erfolg in Serie, allesamt hat die Mannschaft von Trainer Sven Engelmann in eigener Halle verbucht. Inzwischen hat sich das Team in der Spitzengruppe der Tabelle festgesetzt.
Handball

Gleich im ersten Saisonspiel bekamen die Ambitionen des Verbandsliga-Absteigers HSG Grüppenbühren/Bookholzberg einen herben Dämpfer – mit 29:30 verlor das Team von Trainer Sven Engelmann im September beim TV Dinklage. Am Sonnabend nun ist den Grüppenbührenern die Revanche geglückt. Mit 31:30 (15:12) gewann die Mannschaft das Rückspiel in eigener Halle. Es war bereits Grüppenbührens dritter Heimsieg in Serie. Durch den Erfolg hat sich das Team fest in der Spitzengruppe der Handball-Landesliga etabliert.

Dabei sahen die Zuschauer in der Halle am Ammerweg kein gutes Spiel. Beide Mannschaften leisteten sich viele Fehler im Spielaufbau. „Leider haben sich meine Spieler zu wenig an das vorgegebene Konzept gehalten. Dadurch ist Dinklage im Spiel geblieben“, sagte Engelmann. Auch das junge Schiedsrichtergespann Sebastian Reiners (Neuenburg) und Robin Politze (Wilhelmshaven) lag während der hart geführten Partie mit seinen Entscheidungen nicht immer richtig.

Nach dem 0:1 durch den bulligen Dinklager Kreisläufer Jens Taphorn (2.), drückte vor allem Grüppenbührens Routinier Werner Dörgeloh der Anfangsphase seinen Stempel auf. Bis zum 6:4 (12.) war er vier Mal erfolgreich, davon drei Mal vom Siebenmeterpunkt. Die Gäste, die zu diesem frühen Zeitpunkt schon alle Gelben Karten, inklusiver einer Verwarnung für die Bank, aufgebraucht hatten, ließen sich allerdings nicht abschütteln. Bis zur 13. Minute hatte Dinklage schon drei verschiedene Abwehrformationen ausprobiert. Nach zwei technischen Fehlern der Engelmann-Sieben glich das Team aus – 6:6 (13.). Es folgte die stärkste Phase der Gäste. Bis zum 9:8 (19.) erspielten sie sich leichte Feldvorteile, da Grüppenbühren allerdings verbissen kämpfte, blieb das Spiel eng. In der 21. Minute sorgte Dörgeloh nach einem Tempogegenstoß für das 10:9. Danach erhöhten die Hausherren durch weitere Tore von Dörgeloh (2/1) und Stefan Buß auf 13:10 (25.). In dieser Phase hielt Grüppenbührens gut aufgelegter Torhüter Jan-Bernd Döhle den ersten von insgesamt zwei Siebenmetern. Auch als es in die Kabinen ging, lag das Engelmann-Team mit drei Treffern vorne – 15:12.

Nach Wiederanpfiff bauten die Gastgeber ihre Führung durch einen verwandelten Siebenmeter von Dörgeloh auf 18:14 aus (34.). Nach dem 19:15 durch den agilen Spielmacher Marcel Behrens (35.), musste Tobias Sprenger wegen Meckerns für zwei Minuten auf die Strafbank (37.) und erwies seiner Mannschaft damit einen Bärendienst. „Das wird teuer“, kommentierte Engelmann die unnötige Zeitstrafe. In Überzahl kam Dinklage zum Ausgleich – 19:19 (39.).

Grüppenbühren ließ sich davon aber nicht beirren und legte immer wieder vor. Letztmalig konnten die Gäste beim 22:22 egalisieren (44.). Danach sorgte die rechte Angriffsseite der Heimsieben mit Stolz (2) und Helge Voigt (4) für das 28:25 (52.). Zu diesem Zeitpunkt saß Tobias Sprenger nach seiner dritten Zeitstrafe übrigens schon auf der Tribüne (49.). Anstatt den Sack aber endgültig zuzumachen, unterliefen Grüppenbühren in der Schlussphase immer wieder technische Fehler im Spielaufbau – und das teilweise sogar in Überzahl. Die Folge: Dinklage kam bis auf 29:30 heran (58.). Erst als Gäste-Trainer Thomas Kowalski nach einem Ausraster eine Zeitstrafe kassierte und seine Mannschaft in einer 4:6-Unterzahl agieren musste, sorgte Voigt mit einem Gegenstoßtor für die Entscheidung – 31:29 (59.). Zwar kamen die Dinklager danach noch zum 30:31, aber in den Schlusssekunden spielte Grüppenbühren die Partie sicher herunter.

„Es war das erwartet enge Spiel. Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht. Vor allem in der Abwehr standen wir in der zweiten Halbzeit nicht mehr so kompakt wie noch im ersten Durchgang“, bilanzierte Engelmann, der mit seiner Mannschaft nun am Mittwoch den Zweitligisten Eintracht Hildesheim zu einem Testspiel in der Halle am Ammerweg empfängt.

Quelle: Delmenhorster Kurier