1. Herren – Engelmann-Sieben lässt Wilhelmshaven keine Chance

Handball-Landesliga: Grüppenbühren bezwingt personell geschwächten Gegner mühelos mit 35:26/Fünf vergebene Siebenmeter
Engelmann-Sieben lässt Wilhelmshaven keine Chance
Gunnar Schäfer

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© INGO MOELLERS
Grüppenbührens Kevin Pintscher gelangen im Spiel gegen den Wilhelmshavener HV II zwei Treffer, darunter der Schlusspunkt zum 35:26-Endstand.

Gegen einen personell arg geschwächten Wilhelmshavener HV II haben die Landesliga-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg Stärke demonstriert: Sie gewannen am Sonnabend in der eigenen Halle am Ammerweg ungefährdet mit 35:26 (16:11). Die Gäste waren nur mit neun Feldspielern und einem Torwart angereist, weil zahlreiche Akteure verletzungs- oder berufsbedingt fehlten.
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Die Grüppenbührener traten dagegen in Bestbesetzung an, taten sich anfangs aber schwer. Nach zehn Minuten führte die Mannschaft von Trainer Sven Engelmann durch Tore von Stefan Buß, Werner Dörgeloh, Kevin Pintscher und Marcel Behrens zwar mit 4:3, hatte aber mehrere klare Chancen ausgelassen. Die Gastgeber leisteten sich nämlich den Luxus, einen Siebenmeter und zwei Tempogegenstöße zu vergeben. In der Abwehr bekam die Grüppenbührener 6:0-Deckung den Wilhelmshavener Kreisläufer Torben Hockstein und den Halblinken Malte Rostek zudem nicht richtig in den Griff. Das Duo erzielte im ersten Durchgang zusammen acht der elf Gästetreffer. Bis zur 18. Minute blieb die Partie offen, es stand 8:8.

Dann brachten Julian Stolz, Dörgeloh und Helge Voigt Grüppenbühren vorentscheidend mit 13:9 in Front (24.). „Zu diesem Zeitpunkt war die Begegnung eigentlich bereits gelaufen“, sagte Engelmann. Der Coach wechselte daher schon in der Schlussphase der ersten Halbzeit munter durch. Nach zwei Zeitstrafen gegen die Wilhelmshavener erhöhten die Hausherren bis zur Pause auf 16:11. Der Vorsprung hätte allerdings deutlich höher ausfallen müssen, denn die Grüppenbührener hatten bis dahin vier Siebenmeter verworfen. Insgesamt vergaben sie fünf Strafwürfe.

Nach dem Seitenwechsel ersetzte Yannic Lau den starken Marcel Behrens auf der Spielmacherposition. Auch ohne ihren Lenker und Denker setzte sich die Engelmann-Sieben auf 20:16 ab (39.). Die Kräfte der Gästen schwanden nun merklich, und Grüppenbühren nutzte dies eiskalt aus. Elf Kontertore gelangen den Gastgebern in der Schlussphase. Tobias Sprenger, Nils Hammler und Marcel Biedermann sorgten für das 23:16 (41.). Danach hieß es 26:18 (46.) und 29:20 (52.). Nach einem Doppelschlag von Stolz zum 31:20 (56.) sah es nach einem Debakel für die Wilhelmshavener aus.

In den letzten Minuten der Partie betrieb der Tabellensiebte allerdings noch etwas Ergebniskosmetik. Hockstein verkürzte auf 26:34 (60.), dann setzte Grüppenbührens Pintscher mit seinem zweiten Treffer des Tages den Schlusspunkt in einem Duell, das aufgrund des schwachen Auftritts der Gäste wenig Höhepunkte zu bieten gehabt hatte. Nach dem Abpfiff zeigte sich Engelmann mit der Leistung seines Teams zufrieden: „Nach Anfangsschwierigkeiten war es ein gutes Spiel meiner Mannschaft. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt die Befürchtung, dass wir verlieren könnten.“ Durch den Erfolg schoben sich die Grüppenbührener vorerst auf den dritten Platz vor.

Quelle: Delmenhorster Kurier