1. Herren – Grüppenbühren/Bookholzberg noch in Findungsphase

Grüppenbühren/Bookholzberg noch in Findungsphase
Erste Erfolge des neuen Konzeptes – Jan-Bernd Döhle macht Sprung nach vorne
Sigrid Quahs

Spielt nun auf einer neuen Position: Werner Dörgeloh (orangenes Trikot)
Bild: Dörte Eilers

BOOKHOLZBERG Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist Coach Sven Engelmann vom Landesligisten HSG Grüppenbühren/Bookholzberg nicht sehr zufrieden. Seine Handballer haben zu viele Niederlagen kassiert, die vermeidbar gewesen wären.

Schwer liegen Engelmann die Pleiten in Bramsche und in Schüttorf im Magen, denn dort wurde die Auswärtsschwäche der HSG besonders deutlich. „In Bramsche hatten wir den Gegner in der ersten Halbzeit eigentlich schon fast im Sack. Ich kann mir nicht erklären, wie wir in der zweiten Hälfte so den Faden verlieren konnten“, sagt Engelmann. Er sieht sein Team immer noch in der Findungsphase, denn die Spieler müssten sich erst an ihren neuen Trainer gewöhnen.

Die Saison begann durchwachsen, und nach vier Spieltagen fand sich die HSG mit ausgeglichenem Punktekonto im Mittelfeld wieder. „Die Mannschaft präsentierte sich auswärts deutlich anders als in den Heimspielen. Es fehlte einfach der hundertprozentige Wille und auch der letzte richtige Biss“, urteilt Engelmann. Dennoch hätten alle Spieler einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht, wobei sich die Positionswechsel von Werner Dörgeloh und weiteren Spielern positiv bemerkbar machten.

Julian Stolz und Kevin Pintscher kommen immer besser in Schwung. Auch Yannic Lau macht als  Spielmacher  auf der Mittelposition Fortschritte, doch lässt er manchmal allzuschnell den Kopf hängen. Die Torhüter glänzen bisweilen mit tollen Aktionen. Vor allem Jan-Bernd Döhle hat nach Ansicht von Engelmann den größten Sprung gemacht.

Die Spielkonzeptionen, die der HSG-Coach in die Mannschaft gebracht hat, tragen erste Früchte. Das ist in der ersten und zweiten Welle erkennbar. Doch hat das Team aus dem gebundenen Spiel heraus noch einige Probleme.

Während die Landkreisler im Abwehrbereich mit 340 Gegentreffern im Mittelfeld liegen, verfügt die Engelmann-Truppe mit 366 erzielten Treffern über den zweitbesten Angriff in der Liga. Nun wird die HSG mit vier Heimspielen in Folge ihre Richtung bestimmen können, und wenn es nach Engelmann geht, soll die eigene Halle zu einer Festung werden, in der die HSG jedem Gegner Punkte abnehmen will.

Gut vorbereitet geht die Engelmann-Sieben nun an diesem Sonnabend um 19 Uhr in ihre vorletzte Hinrundenpartie gegen den Wilhelmshavener HV II, der mit zwei Spielen und einem Minuspunkt weniger zwei Plätze hinter der HSG liegt. Besonderes Augenmerk sollte die HSG-Deckung auf die Achse zwischen Rückraum und Kreisläufer Torben Hackstein legen.

Nachdem Keeper Jan-Dirk Alfs grünes Licht bekommen hat, wird er ins Team zurückkehren. Länger fehlen wird dagegen Nico Mönnich wegen einer langwierigen Verletzung, dafür wird Nils Hammler aus der Zweitvertretung einspringen. Mit einem Sieg kann sich die HSG in der oberen Tabellenhälfte etablieren.

Quelle: NWZ Online