1. Damen – Neerstedt schlägt HSG 25:23

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Kämpft sich durch die Abwehr: Wiebke Haake vom TV Neerstedt im Spiel gegen die HSG Grüppenbühren-Bookholzberg
zielt aufs Tor.
Bild: Olaf Blume

TVN müht sich zum Sieg
Neerstedt schlägt HSG 25:23 – Sanders mit starker Leistung
Nach einem Arbeitssieg steht Neerstedt wieder im Mittelfeld der Tabelle. Der HSG fehlten einige wichtige Spielerinnen.
Sigrid Quahs

NEERSTEDT Durch einen etwas mühsamen, aber verdienten 25:23 (13:11)-Heimerfolg über die Handballerinnen der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg hat der Landesligist TV Neerstedt nun wieder Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle gefunden.

HSG-Coach Stefan Buß hatte einige Ausfälle zu beklagen, besonders schmerzte die Verletzung von Bianca Herbec, die mindestens sechs Wochen ausfallen wird. Mit zwei schnellen Toren von Jasmin Borchers ging die HSG in Führung, doch die Gastgeberinnen setzten nach. Sarah Schwepe glich mit einem Konter zum 3:3 aus, danach übernahm die Haverkamp-Sieben das Kommando und nutzte Fehler der HSG zu einer 9:5-Führung (18.).

Dabei bewies sich der rechte Flügel der Neerstedterinnen als besonders torgefährlich, die HSG-Abwehr bekam ihn nur schwer in den Griff. Zudem zeigten auch die Torhüterinnen der Gäste Schwächen. Die TVN-Akteurinnen setzten sich im Zweikampf energischer durch.

Die Buß-Sieben musste sich ihre Tore schwer erarbeiten, doch kämpfte sie sich bis zur Pause wieder auf zwei Tore heran. In den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte zeigte die Gäste-Deckung einige Schwächen, Neerstedt setzte sich auf 16:12 (35.) ab. Die HSG hätte in dieser Phase den Spielstand drehen können, vergab jedoch drei Strafwürfe und hundertprozentige Chancen. Auf zwei Tore Abstand kämpfte sich die HSG noch einmal heran, doch hatte Neerstedt immer die richtige Antwort parat. In der Schlussphase verkürzte Insa Schmidt, die von Jasmin Borchers gekonnt am Kreis angespielt wurde, für die HSG auf 21:22 (54.). Doch danach vergaben Wiebke Möller und Mareike Hermann zwei hochkarätige Chancen, und Neerstedt setzte sich bis zwei Minuten vor Schluss durch Treffer von Angelika Sanders und Manuela Ahrens auf 24:21 ab.

TVN-Trainer Maik Haverkamp lobte sein Team: „In entscheidenden Situationen haben die Torhüterinnen mit tollen Paraden den Vorsprung gehalten, und Angelika Sanders war im Angriff kaum zu bremsen.“ HSG-Coach Stefan Buß war enttäuscht: „Für uns war heute deutlich mehr drin, wenn wir nur unsere hundertprozentigen Chancen und die Strafwürfe rein gemacht hätten. Es war nicht das Feuer der letzten Spiele in unseren Aktionen vorhanden.“

Quelle: NWZ Online