1. Herren – HSG setzt sich in der Schlussphase ab

Umkämpft: Julian Stolz (links) gewann mit Grüppenbühren/Bookholzberg gegen den TSV Ganderkesee um Sven Still.FOTO: Rolf Tobis

HSG setzt sich in der Schlussphase ab

Grüppenbühren/Bookholzberg gewinnt Landesliga-Derby gegen Ganderkesee
BOOKHOLZBERG (QU). Die Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg haben das umkämpfte und spannende Landkreis-Derby in der Landesliga gegen den TSV Ganderkesee mit 29:26 (10:11) gewonnen. Vor 200 Zuschauern in der Halle am Ammerweg nutzten die HSG-Spieler in der Schlussphase die Fehler ihrer Gäste und warfen die siegbringenden Tore. „Es hat allen Akteuren Spaß gemacht, denn alle haben gekämpft und so die Punkte nach Hause gebracht. Vor allem in der zweiten Hälfte konnte wir das Tempo aus der eigenen Deckung nach vorne steigern, und dadurch fielen die entscheidenden Tore“, sagte HSG-Trainer Sven Engelmann.
TSV-Coach Jörn Franke ärgerte sich nach dem Schlusspfiff. „Die Chance war da, dem Gegner die Punkte abzunehmen“, sagte er. „Besonders in der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft einige bittere Fehler gemacht und ist dafür bestraft worden. Wir haben uns in einigen Phasen unklug angestellt und klare Chancen vergeben.“ Seine Mannschaft hatte in den ersten 30 Minuten, die von zwei guten Abwehrreihen dominiert wurden, in spielerischer Hinsicht deutliche Vorteile. Tobias Petrick und Sven Still setzten viele Akzente. Der TSV lag zunächst immer vorn, nach 19 Minuten mit 7:5.
In Unterzahl, Franke hatte seinen Unmut über eine Schiedsrichter-Entscheidung zu deutlich ausgedrückt und sich eine Zeitstrafe eingefangen, musste der TSV dem Gastgeber zum ersten Mal die Führung überlassen (7:8). Zur Pause lagen die Ganderkeseer aber wieder vorn.
Nach dem Seitenwechsel baute der TSV seinen 11:10-Vorsprung bis auf 16:13 (37.) aus. Doch die HSG-Spieler steigerten sich. Sie agierten in der Abwehr deutlich geschickter, weil sie sich besser bewegten. So erzwangen sie Ballverluste ihrer Gäste. Da es auch im Angriff, dem zunächst das verletzungsbedingte Fehlen von Torjäger Werner Dörgeloh deutlich anzumerken war, immer besser lief, glich die HSG zum 19:19 aus. Wenig später lag sie nach einem Treffer von Julian Stolz sogar mit 22:20 in Führung.
Der TSV gab sich allerdings noch nicht geschlagen. Benjamin Heinze traf von der rechten Außenbahn zum 22:22 (52.). Doch dann verlor das Team in der Offensive die Konzentration. Die HSG wusste ihre Ballgewinne vor allem über schnelle Gegenstöße gewinnbringend zu verwerten. Stefan Buß erzielte das 26:23, das alle Zweifel am Sieg beseitigte.

Quelle: DK Online