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Starker Auftritt gegen Georgsmarienhütte: Grüppenbührens Spielmacher und vierfacher Torschütze Marcel Behrens (Mitte) setzt sich gegen Robert Klünder (links) und Lukas Zumstrull durch.Foto: ROLF TOBIS

Späte Steigerung bringt den Sieg

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg tut sich zunächst schwer. Eine starke zweite Hälfte reicht gegen Georgsma­rienhütte aber zu einem deutlichen 38:29-Erfolg.
Von HEINZ QUAHS

BOOKHOLZBERG. Nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte hat die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg mit einem 38:29 (13:14)-Erfolg über den TV Georgsma­rienhütte den dritten Saisonsieg geholt und den Sprung in die obere Tabellenhälfte der Handball-Landesliga geschafft. Eine starke Leistung zeigte Keeper Jan-Bernd Döhle, der mit etlichen tollen Paraden den gegnerischen Angreifern den Schneid abkaufte und zum großen Rückhalt seines Teams wurde. „Das Ergebnis geht auch in dieser Höhe in Ordnung, auch wenn es nur ein durchwachsenes Spiel von unserer Seite war“, meinte HSG-Coach Sven Engelmann.
Dabei begannen die Hausherren wie die Feuerwehr: Nach sehenswerten Treffern lag die Engelmann-Sieben schnell mit 5:1 (8.) vorne und schien den Gegner förmlich überrennen zu wollen. Danach riss der Faden aber, und Georgsma­rienhütte ging mit 6:5 und dann mit 8:6 in Front. Auch in der Folgezeit nutzten die Gastgeber ihre Möglichkeiten nicht. So war es in dieser Phase besonders HSG-Keeper Döhle, der sein Team im Spiel hielt und unter anderem drei Strafwürfe parierte. Fast mit dem Pausenpfiff leistete aber auch er sich einen Patzer und ließ einen Wurf aus 14 Metern zum Halbzeitstand von 13:14 durch die Hände gleiten.
Eine klare Ansage von Engelmann in der Kabine zeigte dann die erhoffte Wirkung. Nach dem Seitenwechsel stand nun eine andere HSG-Truppe auf dem Feld. Auch wenn man zunächst noch mit 13:15 ins Hintertreffen geriet, wurde jetzt das Tempo verschärft und mehr Druck auf die gegnerische Abwehr ausgeübt. Auch die angesagten Kombinationen wurden nun erfolgreich abgeschlossen. Innerhalb von fünf Minuten drehte die HSG das Spiel mit vier Toren in Folge. Energisch setzte Grüppenbühren nach; nachdem sich die Gäste noch einmal auf 19:20 herangekämpft hatten, zog die Engelmann-Truppe bis Mitte der zweiten Hälfte auf 25:20 davon. Auch eine kurze Deckung zunächst gegen Spielmacher Marcel Behrens und kurze Zeit später gegen Werner Dörgeloh brachten nicht viel, denn die HSG hatte auch dagegen immer die richtige Antwort parat. Als Helge Voigt auf der rechten Außenbahn dann das 32:27 (54.) erzielte, war der Widerstand der Gäste gebrochen. Mit sechs Toren in Folge kamen die Hausherren noch zu einem klaren Erfolg. Für Engelmann ließ die Leistung seines Team dennoch Wünsche offen. „Die Deckungsarbeit war nicht optimal“, befand der Coach: „Wir kassieren viele einfache Tore. Das müssen wir abstellen, wenn wir oben mitspielen wollen.“

Quelle: DK Online