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© Ingo Moellers
Marcel Behrens (am Ball) glänzte als Regisseur und trug mit vielen klugen Pässen seinen Teil zum 38:29–Erfolg der Grüppenbührener über Georgsmarienhütte bei.

Handball-Landesliga: Grüppenbühren bezwingt Georgsmarienhütte mit 38:29

Dörgeloh in Torlaune
Heino Horstmann

Zweiter Heimsieg in Folge für die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg: Der Handball-Landesligist setzte sich gegen den TV Georgsmarienhütte mit 38:29 (13:14) durch. Zufrieden war Trainer Sven Engelmann mit dem Auftritt seiner Mannschaft trotz des klaren Ergebnisses aber nicht.
Handball
Die fünfwöchige Wettkampfpause hat den Landesliga-Handballern der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg nicht geschadet: Der Verbandsliga-Absteiger fuhr am Sonnabend einen klaren 38:29 (13:14)-Heimerfolg gegen den TV Georgsmarienhütte ein. Dadurch sprang die Mannschaft von Trainer Sven Engelmann auf den siebten Tabellenplatz, restlos überzeugen konnte sie allerdings nicht. „Was das Team in der ersten Halbzeit leistungsmäßig abgeliefert hat, ist weit von meinen Vorstellungen entfernt. In Durchgang zwei war ich zudem mit der Abwehr nicht zufrieden“, resümierte Engelmann.

Die Partie in der Halle am Ammerweg hatte für die Gastgeber vielversprechend begonnen. Zwar offenbarte die Deckung Schwächen, doch der ausgezeichnete Torhüter Jan-Bernd Döhle bügelte diese mit tollen Paraden aus. Im Angriff der Grüppenbührener lief es sofort rund. Marcel Biedermann, Helge Voigt und Routinier Werner Dörgeloh, der mit insgesamt 13 Treffern zum besten Torschützen der Begegnung werden sollte, warfen schnell einen 4:0-Vorsprung heraus. In der Folge schlichen sich jedoch technische Fehler in das Spiel der Hausherren ein. Die Georgsmarienhütter kamen somit immer wieder zu Ballgewinnen und tauchten mehrmals ganz frei vor Döhle auf. Die Gäste gingen mit 6:5 in Front. Sie hätten sogar noch höher führen können, doch sie vergaben drei Strafwürfe leichtfertig. Zur Halbzeit lag Grüppenbühren mit 13:14 hinten.

Behrens führt geschickt Regie

Unter den rund 80 Zuschauern machte sich in der Pause gut hörbar Enttäuschung breit. Derweil fielen in der Kabine deutliche Worte. „Ich habe wohl den richtigen Ton getroffen, um mein Team zu einer besseren Leistung aufzufordern“, sagte Engelmann. Direkt nach Wiederbeginn hatten die Grüppenbührener jedoch Probleme. Das spielerische Niveau beider Teams ließ zu wünschen übrig, und bis zur 40. Minute stand der Kampf im Vordergrund. Dann war es Dörgeloh, der seine Mannschaft mit drei Treffern in Folge wieder in Führung brachte. Zusammen mit Tobias Sprenger und Marcel Behrens bildete der Routinier jetzt einen stabilen Mittelblock, der den gegnerischen Angreifern kaum noch Entfaltungsmöglichkeiten ließ. Spielmacher Behrens führte zudem geschickt Regie und setzte seine Mitspieler immer wieder gekonnt in Szene. Davon profitierten in erster Linie Helge Voigt und Marcel Biedermann auf den Außenpositionen sowie Stefan Buß am Kreis. Mitte der zweiten Hälfte hatten die Gastgeber somit einen Vorsprung von fünf Toren herausgeworfen.

Georgsmarienhütte nahm Dörgeloh und Behrens in kurze Deckung, doch dadurch hatten fortan Julian Stolz und Kevin Pintscher mehr Raum. Sie fanden die Lücken in der gegnerischen Abwehr und bauten die Führung der Grüppenbührener mit variantenreichen Würfen aus. Somit stand am Ende ein ungefährdeter Sieg für das Engelmann-Team zu Buche. Große Enttäuschung herrschte nach dem Abpfiff beim Georgsmarienhütter Coach Olaf Hünnefeld. „Es war mir klar, dass unsere gute Auswärtsbilanz einmal ein Ende haben würde, doch dass meine Mannschaft so untergehen würde, hätte ich nicht gedacht.“

Quelle: Delmenhorster Kurier