1. Damen – HSG verpasst Überraschung

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Bookholzberg war nahe dran, die ersten Zähler einzufahren. Doch dann fehlte die Erfahrung.
Heinz Quahs

LANDKREIS Ohne Punktgewinn blieben die beiden Landesliga-Frauentruppen zum Auftakt der Handball-Saison. Beide Mannschaften zahlten Lehrgeld.

HSG Grüppenbühren/Bookholzberg – HG Jever/Schortens 21:23 (13:13). Es war mehr drin für den Landesliga-Aufsteiger, doch musste sich Bookholzberg am Ende der größeren Erfahrung geschlagen geben. HSG-Coach Stefan Buß war trotzdem mit dem Spiel und dem Einsatzwillen seines Teams zufrieden: „Wir haben besonders in kämpferischer Hinsicht gut gegengehalten, allerdings fehlte meinen Spielerinnen noch ein wenig die Cleverness. Leider haben wir es versäumt, rechtzeitig in Führung zu gehen, dann wäre bei ein wenig mehr Glück vielleicht doch noch eine Überraschung möglich gewesen.“

Es war aber auch zum Haareraufen; jedes Mal, wenn die Gastgeberinnen wieder dran waren, gab es in den nächsten Angriffen Unvermögen oder Gehäusekracher, die eine Führung verhinderten. Besonders ärgerlich waren dabei in einigen entscheidenden Situationen die Abspielfehler an den Kreis, die von Jever immer wieder über Tempospiel zu einfachen Toren genutzt wurden. Schwach begann die Deckung, die kaum ein Mittel gegen die schnellen HG-Angreiferinnen fand. Hier war die linke Deckungsseite anfällig, und so konnte sich Jevers Goalgetterin Jennifer Madena sehr gut in Szene setzen und insgesamt acht Tore erzielen.

So legten die Ostfriesinnen, die sich auch mehrfach Fehler erlaubten, immer einen Treffer vor, der aber fast im Gegenzug wieder ausgeglichen wurde. Erst als sich Torhüterin Alicia Riedel ab Mitte der ersten Hälfte mehr und mehr steigerte, wurden die Aktionen der Gastgeberinnen im Spiel nach vorne druckvoller und sicherer. Mit dem Pausenpfiff erzielte Jana Meenen von der linken Außenbahn schließlich den Ausgleichstreffer.

Die Gäste setzten sich Mitte der zweiten Halbzeit durch zwei Tore in Folge auf 21:19 ab und verteidigten dies. Als Jana Meenen vier Minuten vor dem Abpfiff wieder auf 21:22 verkürzte, schien noch mehr möglich, doch wurden in der Schlussphase gleich mehrere Möglichkeiten viel zu überhastet vergeben.

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Quelle: NWZ Online