1. Herren – Fehlpass besiegelt Niederlage

10. September 2013

Fehlpass besiegelt Niederlage

Die Chance auf ein Remis war für den Verbandsligaabsteiger HSG Grüppenbühren/Bookholzberg vorhanden. Der Kampfgeist wurde aber nicht belohnt: Der TV Dinklage gewann mit 30:29.
Von Heinz Quahs

BOOKHOLZBERG. Ein verunglückter Tempogegenstoß in der letzten Minute, als Stefan Buß einen Pass zum frei laufenden Helge Voigt zu unkonzentriert spielte und dieser den Ball verlor, besiegelte am Ende die knappe 29:30 (13:13)-Niederlage des Handball-Landesligisten HSG Grüppenbühren/Bookholzberg beim TV Dinklage. Doch hatte sich das Team von Andreas Müller, der Coach Sven Engelmann vertrat, diese Niederlage auch selbst zuzuschreiben, denn durch eine ganze Reihe technischer Fehler und auch Schwächen im Abschluss vergab man doch recht fahrlässig die ersten beiden Punkte zum Auftakt dieser Saison ab.
Besonders bis Mitte der ersten Hälfte zeigten die Gäste erhebliche Schwächen in der Deckung und ließen besonders dem Dinklager Rückraum viel zu viele Freiheiten, die von Julian Haskamp und Thorsten Blömer immer wieder zu leichten Toren genutzt wurden. Da auch Keeper Arne Klostermann zunächst kaum einmal eine Hand an den Ball bekam, nutzten die Gastgeber die Fehler des HSG-Angriffs konsequent, kamen über Konter zu einfachen Toren und lagen so nach zehn Minuten bereits mit 6:3 vorne. Erst als Torhüter Jan-Dirk Alfs eingewechselt wurde und sich mit einigen starken Paraden gleich richtig gut einführte, steigerte sich auch die Deckung und packte nun energischer zu. Die Müller-Sieben holte sich die Führung zurück und lag nach Treffern von Dörgeloh und Sprenger beim 12:10 erstmals mit zwei Toren in Front. Zur Pause hieß es 13:13.
Nach dem Seitenwechsel kam die HSG zunächst gar nicht wieder in Gang, TVD setzte sich über 17:14 bis auf 21:17 (41.) ab. Doch schien dieser Rückstand die HSG wach zu rütteln, Marcel Behrens glich zum 22:22 (43.) aus, Dörgeloh erzielte die Führung. Acht Minuten vor dem Ende fiel nach dem 26:26 die Entscheidung, als Behrens und Dörgeloh für das gleiche Foul an einem Gegenspieler mit jeweils zwei Minuten bestraft wurden. Da Dörgeloh vorher schon zwei Hinausstellungen erhalten hatte, war die rote Karte für ihn die Folge. Trotzdem hätte sich die HSG ein Remis verdient gehabt.
HSG: Alfs, Döhle, Kostermann; Behrens 3, Biedermann 4, Buß 4/3, Depperschmidt, Dörgeloh 6, Lau, Mönnich 2, Pintscher, Sprenger 2, Voigt (8).
Schiedsrichter: Tittel-Wensing/Voigt (Schüttorf) verloren in der Schlussphase ihre Linie und ließen zu viele Härten durchgehen.
Zuschauer: 170
Zeitstrafen: TVD 4 und einmal Rot (55.) – HSG 6, davon für Dörgeloh nach 3×2 Minuten (52.) = Rot.
Siebenmeter: TVD 2/1 – HSG 4/3.
Spielfilm: 1:2 (5.), 6:3 (10.), 6:7 (16.), 9:9 (19.), 10:12 (25.), 13:13 – 17:14 (35.), 21:17 (41.), 22:22 (44.), 24:25 (48.), 26:26 (52.), 29:26 (55.), 30:27 (58.), 30:29 (58.)

Quelle: DK Online